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Olympische Spiele München will keine Olympischen Spiele

In München wird es 2022 keine Olympischen Winterspiele geben. Die Bewerbung der bayrischen Hauptstadt wurde in einer Volksabstimmung in allen 4 betroffenen Kreisen abgelehnt.

Kein «Ja» zu München 2022
Legende: Kein «Ja» zu München 2022 Maria Höfl-Rieschs Einsatz war vergeblich - München muss den olympischen Traum zumindest für 2022 begraben. Keystone

Die Abstimmung fand in München selbst, in Garmisch-Partenkirchen sowie in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden statt. Überall setzten sich die Gegner einer Olympia-Bewerbung durch. Schon ein einziges erfolgreiches Votum hätte ihnen zum Erfolg gereicht.

Höfl-Riesch: «Grösse beweisen»

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude sagte nach dem Referendum, Hauptgrund für das Nein sei «eine zunehmend kritische Einstellung von Bevölkerungsteilen gegen Sportgrossereignisse.»

Ski-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch, die kräftig für ein Ja geworben hatte, sagte: «Jetzt heisst es, in der Niederlage Grösse zu beweisen. Der eine oder andere wird das Ergebnis später vielleicht noch bereuen.»

Noch 5 Kandidaten

Ins Rennen um die Spiele 2022 gehen damit noch Oslo, das als Favorit betrachtet wird, sowie Peking, Krakau, Almaty in Kasachstan und das ukrainische Lwiw. Das IOC entscheidet über Ende Juli 2015 in Kuala Lumpur über die Vergabe.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Kunz, Felsberg
    Auch in Deutschland hat die Vernunft gesiegt, bravo. Vielleicht hat ja die Vorreiterrolle der Bündner auch etwas dazu beigetragen. "Eine zunehmend kritische Einstellung von Bevölkerungsteilen gegen Grossanlässe" sei der Grund für das Nein, sagt Oberbürgermeister Ude. Richtig wäre: "Eine zunehmend kritische Einstellung einer Mehrheit der Bevölkerung gegen Grossanlässe" ist Grund fürs Nein. Im Unterschied zu Graubünden nehmen sie es in München aber etwas gelassener als im Bündnerland.
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  • Kommentar von tschubidu, basel
    bravo garmisch - zum glück eine nein zu diesem grössenwahnsinn. schade, dass sich olympia so entwickelt hat. jetzt bekommen sie langsam die rechnung dafür und dass ausgerechnet die wintersportnationen beginnen, diesen irrsinn zu relativieren, ist gut so.
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  • Kommentar von Walter Schwarb, Ueken
    Nach Graubünden nun auch Bayern ein NEIN, das ist gut und richtig, überlassen wir solche Veranstaltungen den Grössenwahnsinnigen dieser Welt.
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