Zum Inhalt springen

Olympische Spiele Peking richtet die Winterspiele 2022 aus

Am 128. IOC-Kongress in Kuala Lumpur haben sich die Votanten mit 44:40 knapp für das favorisierte Peking als Organisator der Olympischen Winterspiele 2022 ausgesprochen.

Legende: Video Peking erhält Spiele 2022 abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus sportaktuell vom 31.07.2015.

Peking erhielt den Zuschlag gegenüber dem zentralasiatischen Almaty. Die Kasachen hatten mit «Spielen der kurzen Wege» geworben, gingen aber zum 2. Mal leer aus. Schon im Bestreben um die Austragung der Winterspiele 2014 mussten sie Sotschi den Vortritt lassen.

Stattdessen fiel die Wahl mit Peking auf ein sportpolitisches Schwergewicht. Noch nie zuvor fanden in der gleichen Stadt Sommer- und Winterspiele statt. Sieben Jahre nach Olympia 2008 trägt Peking in diesem August zudem die Leichtathletik-WM aus. Diese enorme Erfahrung im Stemmen von Grossanlässen kam der chinesischen Metropole zugute.

90 km ausserhalb von Peking

Für die Winterspiele 2022 sollen sechs Wettkampfstätten genutzt werden, die für 2008 gebaut wurden. Eröffnungs- und Schlussfeier sind im «Vogelnest» vorgesehen. Die alpinen und nordischen Wettbewerbe sowie jene im Eiskanal werden mindestens 90 km ausserhalb von Peking stattfinden.

Mit 130 Milliarden gegen den Smog

Bei der Präsentation ging Peking auch auf Schwachstellen des Konzeptes ein. Bürgermeister Wang Anshun berichtete von den Bemühungen um eine Reduzierung der Luftverschmutzung mit Investitionen von 130 Milliarden Dollar. Zudem kommen die Bewerbe nur auf Kunstschnee zur Austragung.

Vor der Durchführung der 24. Winterspiele in 7 Jahren stehen zuerst noch Olympia 2018 in Pyeongchang (Skor) sowie die Sommerspiele 2020 in Tokio im Programm. Damit sind die Olympischen Spiele dreimal in Serie in Asien zu Gast.

Sendebezug: Radio SRF 1, Mittagsbulletin, 31.07.2015 12:03 Uhr

28 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Robert Anton, Thun
    Na ja, die hochmoralische abendländische Gesellschaft, welche ihre Wirtschaftsproduktionen nach China verlegt hat sollte sich jetzt vielleicht nicht ganz so fest darüber aufregen, dass die olympischen Spiele aus wirtschaftlichen Gründen und ohne moralische Bedenken an Peking vergeben werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von andi hug, wilen
    das waren noch zeiten, als der sport noch im vordergrund stand, als man noch um ruhm und eher gespielt hat anstatt um geld und wirtschaftliche interessen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stephan Poetsch, Wädenswil
    Gerade hat China gezielt Menschenrechtsaktivisten und ihren juristischen Beistand in der heftigsten Niederwerfung seit 20 Jahren eingeschüchtert, inhaftiert und mit Gewalt überzogen. Die Geschichte zeigt, dass die "Belohnung" solcher Taten mit olympischen Spielen auch noch, die Lage der unterdrückten Menschen noch viel schlimmer macht. Einseitige Presseberichterstattung hilft auch zur Zementierung der Unterdrückung durch den chinesischen Machtapparat.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen