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Olympische Spiele Regierung sagt Nein: Keine Olympischen Spiele in Oslo

Die Bewerbung von Oslo für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 ist gescheitert. Die norwegische Regierung wird keine finanzielle Unterstützung bieten.

Der Holmenkollen
Legende: Keine Olympischen Winterspiele Der Holmenkollen in Oslo. Reuters

Die norwegische Regierung entschied sich dagegen, die für eine Bewerbung nötige Summe an Staatsgarantien von mindestens 24,9 Milliarden Kronen (3,04 Milliarden Euro) bereitzustellen. Dieser Entscheid bedeutet das Aus für Kandidatur von Oslo.

2 Kandidaten verbleiben im Rennen

Die Entscheidung des norwegischen Koalitionsbündnisses überraschte, zumal Oslo als Bewerberstadt einen Tag zuvor noch Rückendeckung aus der Bevölkerung erhalten hatte. Damit verbleiben als Bewerber nur noch Almaty (Kasachstan) und Peking (China).

Nach dem Rückzug von Oslo entwickelt sich die Kandidatenwahl für den Olympia-Gastgeber von 2022 für das Internationale Olympische Komitee (IOC) immer mehr zum Politikum. Nachdem sich bereits die Region Graubünden, München und Stockholm im Vorfeld wegen der hohen Kosten zurückgezogen hatten, war Oslo der einzige Vertreter eines traditionellen Wintersportortes.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Morales, Uzwil
    Aufgrund der Verschuldung der westlichen Länder werden wohl in geraumer Zeit keine Spiele mehr in Westeuropa stattfinden, was ich persönlich sehr schade finde. Damit aber günstige und nachhaltige Spiele stattfinden können, muss das IOC seine Richtlinien ändern und von dieser Klotzerei wegkommen. Ansonsten werden wir nur noch Spiele in Asien erleben.
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  • Kommentar von Willi Glogger, 8105 Watt
    Solange sich alle mit der unnötigen Eröffnungsfeier überbieten, wird es immer teurer. 1948 in St. Moritz hielt auf dem See Brundage eine Ansprache. Bibi Torriani leistete den Olympischen Eid. Auf den bestehenden Anlagen trug man die Wettkämpfe aus. Skifahrer besuchten die Hockeyspiele und umgekehrt. Heute liegen die Wettkampfstätten weit auseinander. Die Sportler begegnen sich nicht mehr. Es wäre möglich, auf Luxus zu verzichten und die Spiele in bescheidenen Rahmen durchzuführen. Willi
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    1. Antwort von Patrick Kenel, Lauerz
      Das ist kaum mehr möglich. 1948 war vor dem Medienzeitalter. Allein die Ski-WM 2017 in St. Moritz wird einiges grösser sein als die Olympischen Winterspiele, die Sie hier beschreiben. Ich denke, dass sich die Sportler immer noch genug begegnen können, gerade auch an der Eröffnungsfeier.
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  • Kommentar von Patrick Kenel, Lauerz
    Das gab's wirklich noch nie: Nicht nur eine Stadt, sondern reihenweise haben geeignete europäische Kandidaturen aus finanziellen Gründen abgesagt. Nun ja, dann halt drei Olympische Spiele hintereinander in Asien, wo es zunehmend Sponsoren und Kaufkraft gibt. Ein Grossteil der Medaillen (vor allem im Wintersport) wird vorerst wohl weiter an Europäer gehen.
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