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Russisches Staatsdoping Gnade für russische Sportler: 28 Sperren aufgehoben

Legende: Video Russische Sportler nun doch an Olympia? abspielen. Laufzeit 2:01 Minuten.
Aus eishockeyaktuell vom 01.02.2018.
  • Der Internationale Sportgerichtshof hebt die lebenslangen Olympia-Sperren von 28 russischen Wintersportlern auf
  • 11 weitere Sportler bleiben für die Spiele in Pyeongchang ausgeschlossen, ihre lebenslangen Sperren sind lauf dem TAS aber ebenfalls ungültig
  • Beat Hefti erbt die Goldmedaille von Sotschi 2014

Das Internationale Olympische Komitee hat im Zusammenhang mit dem russischen Staatsdopingskandal vor dem Internationalen Sportgerichtshof TAS eine schwere Niederlage erlitten. Der TAS hob am Donnerstag die vom IOC verhängten lebenslangen Olympiasperren gegen 28 russische Sportler auf, weil er die vom IOC vorgelegten Beweise für «nicht ausreichend» halte.

Wir sind froh, dass die Gerechtigkeit endlich triumphiert hat.
Autor: Pawel KolobkowRussischer Sportminister

Die russische Regierung hat die Aufhebung der lebenslangen Doping-Sperren für 28 Sportler mit grosser Erleichterung aufgenommen. «Wir sind froh, dass die Gerechtigkeit endlich triumphiert hat», sagte Sportminister Pawel Kolobkow am Donnerstag in Moskau. Die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS bestätige, dass die Athleten «sauber» seien.

Symbolbild TAS.
Legende: Neues Urteil Der Internationale Sportgerichtshof TAS fügt dem IOC eine Niederlage zu. Imago

Start in Pyeongchang noch nicht fix

Dies bedeutet allerdings noch nicht, dass die entlasteten Sportler, darunter die Sotschi-Olympiasieger Alexander Legkow (Langlauf) und Alexander Tretjakow (Skeleton), nun an den Winterspielen in Pyeongchang teilnehmen dürfen. Da ihnen keine Einladung des IOC vorliegt, müssten sie zunächst ihr Startrecht einklagen.

Hefti erbt Gold

Nach dem TAS-Urteil steht auch fest, dass Beat Hefti und Alex Baumann die Goldmedaille von Sotschi 2014 im Zweierbob erben werden. Alexander Subkow und sein Anschieber wurden nur teilweise entlastet. Die Annullation des Olympiasieges der Russen in Sotschi bleibt bestehen.

Das Duo darf zudem auch nicht in Pyeongchang teilnehmen, die lebenslange Olympiasperre wurde aber aufgehoben.

42 Sportler vor dem TAS

Das IOC hatte insgesamt 43 russische Sportler lebenslang für Olympische Spiele gesperrt, 42 davon sind vor den TAS gezogen.

Die Auswirkungen des TAS-Entscheids

Sperre aufgehoben


Athlet(in)
Sportart
Resultat in Sotschi
Alexej NegodailoBobGold Vierer
Dimitri TrunenkowBobGold Vierer
Olga StulnewaBob9.
Ludmilla UdobkonaBob9.
Tatjana BurinaEishockey6.
Jekaterina LebedewaEishockey6.
Jekaterina Paschkewitsch Eishockey6.
Anna Schtschukina Eishockey6.
Jekaterina SmolenzewaEishockey6.
Olga FatkulinaEisschnelllaufu.a. Silber 500m
Iwan SkobrewEisschnelllauf7. über 5000 m
Alexander RumjanzewEisschnelllauf11. über 5000m
Artem Kusnezow Eisschnelllauf19. über 500 m
Albert DemtschenkoRodeln2. Einzel und Teamstaffel
Tatjana IwanowaRodeln2. Teamstaffel
Alexander TretjakowSkeletonGold
Jelena Nikitina
SkeletonBronze
Olga PotylizinaSkeleton5.
Maria Orlowa
Skeleton6.
Sergej TschudinowSkeleton5.
Alexander LegkowLanglaufu.a. Gold 50km, Silber 4x10-km-Staffel
Maxim WylegschaninLanglaufSilber 50km
Nikita KryukowLanglaufSilber Teamsprint
Alexander BessmertnychLanglaufSilber 4x10-km-Staffel
Alexej PetuchowLanglauf8. Sprint
Jewgeni Below Langlaufu.a. 18. Skiathlon
Natalja MatwejaLanglauf20. im Sprint
Jewgenija SchapowalowaLanglauf28. Sprint



Sperre teilweise aufgehoben


Alexander SubkowBobGold Zweier, Gold Vierer
Alexej WojewodaBobGold Zweier, Gold Vierer
Alexander KasjanowBob4. Zweier, 4. Vierer
Alexej PuschkarjowBob4. Vierer
Ilwir ChusinBob4. Vierer
Julia IwanowaLanglaufu.a. 6. 4x5-km-Staffel
Julia TschekalewaLanglaufu.a. 6. 4x5-km-Staffel, 11. 10km
Anastasia DozenkoLanglaufu.a. 6. Teamsprint
Galina SkibaEishockey6.
Anna SchibanowaEishockey6.
Inna DyubanokEishockey6.



Anhörung verschoben


Olga Saizewa
Biathlonu.a. Silber Staffel
Jana
Romanowa
Biathlonu.a.
Silber Staffel
Olga
Wiluchina
Biathlonu.a. Silber Staffel, Silber Sprint

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Morgengespräch, 01.02.18, 09:35 Uhr

48 Kommentare

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  • Kommentar von D.E.K. Steiner (D.E.K. Steiner)
    Scheusslich, scheusslich, dieses Dopen. Und besonders schlimm finde ich, dass es schon für Kinder diese komischen "Asterix"-Hefte gibt. Da kommt doch tatsächlich so ein dicker Typ vor, der sich ständig dopt, mit einem „Zaubertrank“ oder so ähnlich. Das ist nichts anderes als eine indirekte Aufforderung an die Jugend, sich mit Drogen und Doping vollzupumpen. Wie sollen unsere armen Kinder und Sportler lernen, was Anstand und Moral ist, solange solcher Schund auf dem Markt frei erhältlich ist.
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  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    S.P. bin mit Ihnen einer Meinung, dass sicher nicht nur die Russen dopen. Weshalb es für mich politisch motiviert ist. Wenn man alle Länder die dopen für die Olympiade sperren würde, gäbe es keine Olympiaden mehr.
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    1. Antwort von D.E.K. Steiner (D.E.K. Steiner)
      HeidyRüegg(heidy70) : Doch. Es gäbe noch San Marino, Andorra sowie die Ukulelen Inseln. Die haben nämlich zuwenig Geld, um sich ein eigenes Doping-Labor zu leisten.
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  • Kommentar von C. White (Schnousi)
    Nachdem ich vorher den Russischen Sportlern nicht ganz trauen konnte, kann ich nun um so weniger dem TAS und IOC trauen... Konzeptlose, Orientierungslose Informationsstragien dieser Gremien halte ich ebenso für illegal wie Dopingmisbrauch! Wer kann da noch wem was glauben? Das scheint mir vieles auf beiden Seiten sehr nebulös zu und her zu gehen!
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    1. Antwort von D.E.K. Steiner (D.E.K. Steiner)
      Aber logisch doch, dass man „Russischen Sportlern" grundsätzlich und prinzipiell nicht trauen kann. Denn das sind doch Russen, oder etwa nicht? Und das wird so ja auch in den öffentlichen Medien eifrig verbreitet. Die pösen Russen .... Aber dafür darf man z. B. den US-Sportlern ruhig trauen, gell. DEREN Super-Muskelberge (schauen Sie sich z. B. mal die US-Spitzenleichtathleten an) stammen ja gewiss nur vom vielen Ovomaltine-Trinken.
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