Schweizer Sportler bedauern Olympia-Nein

Unter den Schweizer Sportlern hat die Absage des Stimmvolks zu Graubünden 2022 grosse Enttäuschung hervorgerufen. Besonders betroffen zeigten sich die sportlichen Aushängeschilder des Bergkantons.

Abgelehnt

Bildlegende: Abgelehnt Das «Nein» zu Olympia 2022 sorgt für enttäuschte Kommentare von Schweizer Sportlern Reuters

Fechter Max Heinzer gab sich vor der Abstimmung optimistisch und stellte in Aussicht, an allfälligen Winterspielen in der Schweiz selbst teilzunehmen. Welche «Sportart» ihm dabei vorschwebte, gab er in Form eines Fotos preis.

Nach dem Bündner «Nein» an der Urne folgte die grosse Ernüchterung. Skifahrer Sandro Boner fasste seine Stimmungslage auf Twitter mit wenigen Worten zusammen: «Ein trauriger Tag für Graubünden».

Freeski-Profi Elias Ambühl, wie Boner ein Graubündner, publizierte auf derselben Plattform eine ähnliche Aussage, formulierte diese allerdings im lokalen Dialekt.

Ob Carlo Janka, der im Jahr 2022 bereits 36 Jahre alt wäre, eine eigene Olympia-Teilnahme im Heimatkanton in Erwähnung gezogen hat, sei dahingestellt. Jedenfalls zeigte sich der Skifahrer aus Obersaxen unangenehm überrascht.

Doch nicht nur aus dem betroffenen Kanton kamen Wortmeldungen aus dem Schweizer Sportler-Lager. Fabian Cancellara sprach gar von einer «Tragödie» und empfand das Votum des Bündner Stimmvolks als Versagen.

Etwas moderater äusserte sich Mountain-Biker Nino Schurter, der 2012 olympisches Silber im Cross Country gewonnen hat. Er empfand die Olympia-Abfuhr als verpasste Chance und hätte sich ein mutigeres Stimmvolk gewünscht.