Schon am 1. Posten vergibt die Schweiz eine Medaille

Der Medaillentraum der Schweizer Männerstaffel an den OL-WM im estnischen Tartu platzt bereits am ersten Posten. Die Frauen verpassten das Podest überraschend knapp.

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Hertner verliert früh die Orientierung – keine Staffelmedaille

1:35 min, aus sportaktuell vom 7.7.2017

Ausgerechnet dem Startläufer Hertner, der am Donnerstag mit der Silbermedaille auf der Mitteldistanz noch brilliert hatte, unterlief der folgenschwere Fehler. Somit war die sicher geglaubte Medaille weg.

Die Männer hatten am Vortag 4 Läufer in die Top Ten gebracht und stiegen als «l'équipe à battre» ins Rennen. An den vergangenen 3 Weltmeisterschaften waren die Schweizer Männer stets auf dem Podest gestanden.

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In der GPS-Ortung ersichtlich: So irrte Hertner umher

0:29 min, vom 7.7.2017

Mehr als Rang 5 nicht mehr möglich

Hertner übergab in aussichtsloser Position mit viereinhalb Minuten Rückstand als 15. Daniel Hubmann und Matthias Kyburz sorgten noch für die Resultatkosmetik. Der Sprint-Weltmeister arbeitet sich auf den 9. Zwischenrang vor (6:03 Rückstand), Kyburz lief im Ziel als 5. mit 6:21 Minuten Rückstand ein.

Die Medaillen gingen an Norwegen, Frankreich und Schweden. Der Rückstand des Schweizer Trios auf die Podestplätze betrug etwas mehr als vier Minuten.

Schweizer Frauen auf Rang 4

Die Schweizer Frauen-Staffel war ohne grosse Vorschusslorbeeren ins letzte Rennen der WM gestartet. Doch Elena Roos, Julia Gross und Sabine Hauswirth vermochten mit Rang 4 zu gefallen.

Grossen Anteil am erfreulichen Resultat hatte Schlussläuferin Hauswirth. Die Bernerin setzte von Zwischenrang 7 zum fulminanten Finish an und machte auf der Schlussstrecke noch 3 Plätze gut.

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Der Zieleinlauf von Matthias Kyburz

0:39 min, vom 7.7.2017

Sendebezug: SRF 3, Nachmittagsbulletin, 6.7.2017, 14 Uhr

Neue Schweizer OL-Chefin

Mit dem Ende der Weltmeisterschaften im estnischen Tartu beendet Patrik Thoma seine Arbeit als Chef Leistungssport und Chef Elite bei Swiss Orienteering. Seine Nachfolgerin ist Christine Lüscher-Fogtmann. Die gebürtige Dänin leitete zuletzt den Schweizer Nachwuchs.