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Orientierungslauf Simone Niggli beendet ihre Karriere

Nach über 14 Jahren an der Weltspitze hat Dominatorin Simone Niggli ihren Rücktritt per Ende Saison erklärt. Die 35-jährige Bernerin, die im Orientierungslauf neue Massstäbe gesetzt hat, kann auf eine fantastische Karriere zurückblicken.

Mit dem Rücktritt von Simone Niggli verliert der Orientierungslauf sein grösstes Aushängeschild. Die Laufbahn der Ausnahmeathletin war eine einzige Erfolgsgeschichte. Zuletzt hatte die Burgdorferin an der WM in Vuokatti im Juli 3 Mal Gold geholt. «Es ist für jeden Sportler das Schönste, auf dem Höhepunkt zurücktreten zu können», begründet die 35-Jährige ihre Entscheidung.

Verschiedene Gründe

Als weitere Gründe nannte Niggli fehlende Motivation für das harte Wintertraining und eine gewisse körperliche Erschöpfung. «Ich freue mich darauf, mehr Zeit für die Familie zu haben», blickt die Dreifach-Mutter auf die Zeit nach der Karriere voraus.

Fleissige Medaillen-Sammlerin

Bei der EM 2000 war Niggli zum 1. Mal bei einem Grossanlass (Silber Mitteldistanz) auf das Podest gestiegen. Ein Jahr später folgte der 1. WM-Titel. Es sollte der Anfang einer schier unglaublichen Medaillensammlung sein.

Insgesamt sicherte sich Niggli bei Weltmeisterschaften 23 Mal Gold, 2 Mal Silber und 6 Mal Bronze. Bei Europameisterschaften triumphierte die dreifache Schweizer Sportlerin des Jahres 10 Mal, wurde 4 Mal Zweite und 1 Mal Dritte. «Ich bin sehr stolz auf die Konstanz über die Jahre hinweg», fasst Niggli zusammen.

Grosser Triumph bei Heim-WM

Das grösste Highlight waren für Niggli «die beiden Heim-Weltmeisterschaften 2003 in Rapperswil-Jona und 2012 in Lausanne». 2003 konnte sie sich am Obersee in allen 4 Rennen als Weltmeisterin feiern lassen. Dieses Kunststück wiederholte sie 2005 in Tokio. In Nigglis Palmarès finden sich zudem 8 Gesamtweltcupsiege.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Simone Niggli ist am Montagabend Gesprächsgast in der «sportlounge», zu sehen ab 22:25 Uhr auf SRF zwei.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Was die Medaillen und vor allem die Dominanz betrifft, ist Simone Niggli-Luder am erfolgreichsten im Schweizer Sport, noch vor Roger Federer, obwohl Quervergleiche immer hinken. Sie wird zwar eine Lücke hinterlassen, aber es gehören immer noch mehrere Männer und Frauen in der CH zur Weltelite. Warum der OL nie olympisch wurde, während viele andere Sportarten und jetzt auch noch Rugby, das ich aber sehr mag, und sogar Golf es bald sein werden, bleibt ein (Finanz-)Geheimnis des IOK.
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  • Kommentar von Toni Lötscher, Marbach
    Eine unglaublich erfolgreiche Karriere geht somit zu ende. Ich behaupte, dass wir so etwas wohl kaum mehr miterleben dürfen. Alles Gute für die Zukunft Frau Niggli.
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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    Auf eine Art schade, dass die OL-Königin aufhört. Es gibt leider nicht viele Schweizerinnen sie sich im Wald so gut zurecht finden wie sie. Für somache Schwedin ist sie ein Vorbild. Aber sie hat auch Kinder und eine Familie. Ich wünsche ihr und ihrer Familie alles Gute für die Zukunft.
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