Albasini schrammt hauchdünn am Triumph vorbei

Bei Lüttich-Bastogne-Lüttich hat Michael Albasini den monumentalen Triumph denkbar knapp verpasst. Der Thurgauer belegte im Spurt Platz 2 hinter Überraschungsmann Wouter Poels.

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Albasini im Sprint knapp geschlagen

1:47 min, aus sportpanorama vom 24.4.2016

Michael Albasini zeigte auf den 248 km ein äusserst aktives Rennen. Auch 7 km vor dem Ziel lag der Thurgauer bei der 102. Austragung von Lüttich- Bastogne-Lüttich noch immer in aussichtsreicher Position.

Dabei hatte der Routinier aus dem Rennstall Orica GreenEdge mit dem garstigen Wetter einen zusätzlichen, höchst unangenehmen Gegner. Doch Albasini trotzte allen Widerwärtigkeiten.

Beim letzten Aufstieg übernahm der Schweizer selbst die Initiative und sorgte für eine Tempoverschärfung. Das Gros der 28 Konkurrenten im Feld zeigte sich verblüfft über den lockeren Tritt Albasinis. Nur ein Trio vermochte zu folgen. Die Führungsarbeit in dieser Vierergruppe verrichtete vornehmlich der 35-Jährige.

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Albasini: «Im Moment bin ich schon enttäuscht»

1:53 min, vom 24.4.2016

Ein Highlight in der langen Laufbahn

Die ganz grosse Krönung blieb dem Routinier dann zwar verwehrt. Denn auf der Zielgerade musste der unverhofft in die Favoritenrolle gerückte Albasini doch noch Wouter Poels an sich vorbeziehen lassen. «Es wurmt mich, auch weil mir ein kleiner Fehler im Spurt unterlief», bilanzierte er.

Zur Präzision: Er hatte einen etwas zu kleinen Gang gewählt. «Nach 250 km ist man nicht mehr frisch. Darum tat sich ein Loch auf.»

«  Gerade in diesem Moment kann ich mich zwar noch nicht darüber freuen. »

Michael Albasini

Der Niederländer Poels feierte im Alter von 28 Jahren den grössten Erfolg seiner Karriere. Doch auch für Albasini bedeutet Rang 2 bei einem der Monumente ein herausragendes Ergebnis. Der Wert ist daran abzulesen, dass seit dem Sieg von Oscar Camenzind im Jahr 2001 kein Schweizer mehr beim letzten Frühjahrsklassiker der Saison auf das Podest gefahren ist.

«Gerade in diesem Moment kann ich mich zwar noch nicht darüber freuen», meinte Albasini. Er brauche wohl ein paar Tage Abstand, ob zu realisieren, dass ihm eine Glanzleistung gelungen ist. Rang 3 sicherte sich der Portugiese Rui Costa vor dem Spanier Samuel Sanchez.

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Die Entscheidung mit Live-Kommentar

1:10 min, vom 24.4.2016

Sendebezug: SRF zwei/SRf info, sportlive, 24.04.2014 15:00 Uhr