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Rad Aru gewinnt Bergankunft – Froome in Gelb

Der italienische Meister Fabio Aru wird bei der 5. Etappe der Tour de France für seinen mutigen Angriff auf dem Schlussanstieg belohnt. Tour-Favorit Chris Froome übernimmt die Leader-Position.

Das Podest der Etappe

  • 1. Fabio Aru (It) 3:44:06
  • 2. Daniel Martin (Irl) +0:16
  • 3. Chris Froome (Gb) +0:20

Der Sieger

Auf den letzten 2,5 der 161 Kilometer ging es plötzlich schnell: Auf dem Schlussanstieg nach «La Planche des Belles Filles» wagte der italienische Meister Fabio Aru einen Angriff. Chris Froome versuchte zu kontern, Nairo Quintana konnte nicht reagieren. Mit dem Sieg vor Augen trat Aru in die Pedalen und konnte den Vorsprung ins Ziel retten.

Abgesehen vom Etappensieg darf sich Aru auch über das gepunktete Trikot freuen – eine schöne Entschädigung für den schweisstreibenden Schlussanstieg, der 10 Punkte in der Bergwertung einbrachte.

Die Gesamtwertung

  • 1. Chris Froome (Gb) 18:38:59
  • 2. Thomas Geraint (Gb) +0:12
  • 3. Fabio Aru (It) +0:14

Der Leader-Wechsel in der Gesamtwertung war erwartet worden. Auch Froome als neuer Mann in Gelb ist keine Überraschung. Die grössten Herausforderer des dreifachen Tour-Siegers sind jedoch allesamt in den Top 10 klassiert: Richie Porte (+0:39) als 5., Romain Bardet als 7. (+0:47) und unmittelbar dahinter Alberto Contador (+0:52) und Nairo Quintana (+0:54).

Chris Froome zieht das gelbe Trikot an.
Legende: Gewohntes Bild Chris Froome und das gelbe Trikot. Reuters

So lief das Rennen

Bereits früh setzte sich eine achtköpfige Ausreissergruppe vom Feld ab. Die Belgier Philippe Gilbert und Jan Bakelants bewiesen den längsten Atem, wurden im Schlussanstieg aber ebenfalls eingeholt.

Im Peloton übernahm über weite Strecken das BMC-Team das Diktat. Unter anderen führten die Schweizer Michael Schär und anschliessend Stefan Küng lange Zeit das Feld an. Das Team Sky um Tour-Favorit Froome sollte dennoch das bessere Ende für sich behalten.

Die Stimmen zur Etappe

Sieger Aru: «Ich habe attackiert, um zu sehen, wer mitgeht. Sky war bis dahin sehr schnell. Ich habe alles gegeben und bin überglücklich, dass es geklappt hat.»

Leader Froome: «Ich kenne das Gefühl, in Gelb zu sein. Ich habe genug Tage in diesem Trikot verbracht. Aber es wird ein harter Kampf, der härteste, den ich bislang hatte. Meine Gegner sind da.»

Sendebezug: SRF info, sportlive, 05.07.2017, 14:10 Uhr

1 Kommentar

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Mit L. A & seinem Team wurde die Tour langweilig & schon beim Start wusste man, wer in Paris Gelb tragen wird. Mit Sky & Wiggins & dann mit Froom ist es wieder dasselbe. Die Skymannschaft fährt geschlossen im Windschatten des Feldes mit, arbeiten tun andere Teams. Das ziehen sie bei Sprintankünften durchs Ziel. Bei anderen Etappen zünden sie dann noch frisch ca. 5 km vor dem Ziel den Turbo, wenn alle anderen müde Beine haben & der Leader ist ganz unverdient wieder in Gelb.
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