Aufgabe von Froome - Boom siegt in Arenberg

Vorjahressieger Chris Froome hat die Tour de France auf der 5. Etappe nach zwei weiteren Stürzen aufgeben müssen. Den Etappensieg holte sich in Arenberg der Niederländer Lars Boom. Gesamtleader ist weiterhin der Italiener Vincenzo Nibali.

Video «Rad: Tour de France, Zusammenfassung 5. Etappe» abspielen

Zusammenfassung 5. Etappe

2:19 min, vom 9.7.2014

Chris Froome ist nach Mark Cavendish und Andy Schleck bereits der dritte prominente Fahrer, der die «Grande Boucle» nicht beenden kann.

Seit der Rückkehr aus England war es für Froome eine Tour zum Vergessen. Bereits auf der 4. Etappe nach Lille war der 29-Jährige schmerzlich zu Boden gegangen. Dabei hatte er Prellungen an der linken Hand und Abschürfungen an Knie und Oberschenkel erlitten. Daraufhin war er mit einer Manschette an der Hand zur 5. Etappe angetreten.

Cancellara vorne dabei

Das gesamte 5. Teilstück von Ypres in Belgien nach Arenberg, 13 km führten dabei über Kopfsteinpflaster-Passagen, war von zahlreichen Stürzen geprägt. Lars Boom erreichte das Ziel schliesslich als Erster. Der Niederländer konnte sich rund 5 km vor dem Ziel von den weiteren Ausreissern absetzen und feierte einen souveränen Etappensieg.

Auch Fabian Cancellara war in der Ausreissergruppe vertreten, konnte die Pace am Ende aber nicht mehr mitgehen. Der Berner wurde 5. und verbesserte sich damit im Gesamtklassement auf den 5. Platz, 1:17 Minuten hinter Leader Vincenzo Nibali.

Nibali distanziert die Konkurrenz

Nibali verteidigte seine Führung im Gesamtklassement souverän. Der Italiener, hinter Boom Etappen-Dritter, war die gesamte Etappe in der Spitze präsent und konnte sich am Ende gar noch aus der Spitzengruppe absetzen. Nibali führt in der Gesamtwertung nun zwei Sekunden vor seinem Teamkollegen Jakob Fuglsang und 44 Sekunden vor Peter Sagan.

Andere Anwärter auf den Gesamtsieg verloren viel Zeit. Alberto Contador (Sp), Andrew Talansky (USA), Rui Costa (Por), Alejandro Valverde (Sp) oder Tejay Van Garderen (USA) büssten alle zwischen zwei und drei Minuten auf Nibali ein und sind im Kampf ums Maillot jaune vorläufig zurückgebunden worden.