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Brite vor Giro-Gesamtsieg Froome kann Festivitäten planen

Der Sky-Profi wehrt auf der letzten Bergetappe alle Angriffe ab und wird am Sonntag erstmals die Italien-Rundfahrt gewinnen.

Legende: Video Froome vor dem Gesamtsieg – Pinot bricht ein abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 26.05.2018.

Tom Dumoulin versuchte im letzten Anstieg hinauf nach Cervinia alles, um Chris Froome noch einmal in Bedrängnis zu bringen. Der im Gesamtklassement erste Verfolger des Briten setzte 6 Kilometer vor dem Ziel eine Attacke nach der anderen, schaffte es aber nicht, eine Lücke aufzureissen.

Danach gingen dem niederländischen Vorjahressieger sichtlich die Kräfte aus. Das Ziel erreichte Dumoulin schliesslich 6 Sekunden hinter Froome.

Gesamtsieg mit Beigeschmack

Damit wird der Brite am Sonntag aller Voraussicht nach erstmals die Italien-Rundfahrt gewinnen. Der Leader einer grossen Rundfahrt wird auf der Schlussetappe traditionellerweise nicht mehr angegriffen. Vor dem letzten Teilstück in Rom sieht das Gesamtklassement wie folgt aus:

  • 1. Chris Froome (Gb)
  • 2. Tom Dumoulin (Ho) +0:46 Minuten
  • 3. Miguel Angel Lopez (Kol) +4:57 Minuten

Der Gesamtsieg von Froome hinterlässt einen faden Beigeschmack. Seit der letztjährigen Spanien-Rundfahrt läuft wegen eines erhöhten Salbutamol-Wertes ein Doping-Verfahren gegen den 33-Jährigen.

Pinot durchgereicht, Nieve siegt solo

Einen schwarzen Tag erwischte Thibaut Pinot. Der Franzose, bisher Dritter in der Gesamtwertung, musste am zweiten von insgesamt drei Aufstiegen der 1. Kategorie abreissen lassen und verlor über 45 Minuten.

Zwischenzeitlich blieb Pinot, der immer wieder schwer hustete, fast stehen und musste von seinen Teamkollegen angeschoben werden. Nach der Etappe wurde Pinot zur Beobachtung ins Spital nach Aosta gebracht. Er wird am Sonntag nicht mehr zur Schlussetappe in Rom antreten.

In Pinots Garde fuhr auch sein bislang so starker Walliser Chefhelfer Sebastien Reichenbach, der somit ebenfalls 45 Minuten verlor und in der Gesamtwertung aus den Top 20 fiel.

Teamkollegen versuchen Thibaut Pinot wieder ans Feld heranzuführen – vergeblich.
Legende: Völlig entkräftet Teamkollegen versuchen Thibaut Pinot wieder ans Feld heranzuführen – vergeblich. SRF

Den Tagessieg nach 214 Kilometern sicherte sich Mikel Nieve. Der Spanier, der Teil einer rund 20-köpfigen Fluchtgruppe war, machte sich 30 Kilometer vor dem Ziel aus dem Staub und erreichte Cervinia am Tag seines 34. Geburtstags solo. Robert Gesink (Ho) und der Österreicher Felix Grossschartner sicherten sich die Plätze 2 und 3.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 25.05.2018, 22:20 Uhr

13 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Gisler (Stefan Gisler)
    Tja... Der Doper gewinnt.. Wenn man gesehen wie er vor seinem Husarenritt gefahren ist und dann die letzten 2 Tage.. Nicht normal so was... Ein Sport in dem 90 % an Asthma leiden.... Auch nicht normal... RADSPORT = DOPING ZU 100%
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  • Kommentar von Philipp Spuhler (phsp)
    Dopingsünder müssen bestraft werden gegebenfalls bis Lebenslang! Ohne die Detailkenntnisse einer dieser des Doping überführten Sportlers zu kennen , muss man respektvoll und vorsichtig sein um zu urteilen. Spitzensportler leiden auch unter Erkrankungen der Atemwege (zbsp.Asthma)durch Allergien. Sport bei Asthma zu betreiben ist sehr wichtig, aber man braucht die richtigen Medikamente.
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  • Kommentar von Ferdinand Saubermann (Fmann)
    Radsport ist ein guter, harter Sport - die allermeisten Radprofis sind feine Typen - Schmutzfinke gibt es in jeder Sportart - Verallgemeinerungen sind unfair, Anschuldigungen ohne Detailkenntnisse sowieso,. Ich freue mich für jeden der gewinnt - auch füt Christopher Froom!
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