Cancellara: «Es ist unglaublich»

Fabian Cancellara ist mit der Flandern-Rundfahrt zum ersten Mal seit 3 Jahren bei einem «Monument» wieder zuoberst auf dem Treppchen gestanden. Für den 32-jährigen Berner war der zweite Sieg in Belgien nach den Rückschlägen im Vorjahr eine besondere Genugtuung.

2012 hätte das grosse Jahr von Fabian Cancellara werden können. Doch das Pech klebte dem Berner förmlich an den Pedalen: Bei der Flandern-Rundfahrt stürzte der 32-Jährige schwer und zog sich einen vierfachen Schlüsselbeinbruch zu.

Zwar erholte er sich bis zu den Sommerspielen in London wieder, doch das Vorhaben Titelverteidigung im Zeitfahren scheiterte bereits vor dem Renntag. Im Strassenrennen war er auf Goldkurs liegend erneut gestürzt und hatte sich an der Schulter verletzt.

Genugtuung nach unglücklichem 2012

Umso bemerkenswerter war nun Cancellaras Auftritt in Belgien. Der vierfache Zeitfahr-Weltmeister arbeitete hart für den zweiten Sieg nach 2010 bei der «Ronde» – und sein Vorhaben ging auf. Mit 1:26 Minuten Vorsprung feierte er einen beeindruckenden Solosieg. «Vor einem Jahr war ich am Boden. Als grosser Favorit zu gewinnen ist nicht leicht - ich bin sehr glücklich», frohlockte er.

Wieder ein Ostersonntag

Wie vor 3 Jahren war es ein Ostersonntag, an dem er das prestigeträchtige Eintagesrennen gewinnen konnte. «Der Sieg hat einen sehr hohen Stellenwert. Er ist etwas sehr Spezielles», so Cancellara in Anbetracht des neuen Parcours'. Mit dem 1. Sieg bei einem der 5 «Monumente des Radsports» seit 3 Jahren und dem 5. überhaupt lancierte der Berner, der zudem vor 9 Tagen in Harelbeke triumphiert hatte, die neue Saison perfekt. Bei Paris-Roubaix am kommenden Sonntag strebt er wie 2010 das Double an.

Grosses Lob von Cadel Evans

Der Sieg in Belgien löste auch bei Cancellaras Berufskollegen Anerkennung aus. Vorjahressieger Tom Boonen, der nach einem Sturz die Mission Titelverteidigung hatte begraben müssen, gratulierte seinem Freund auf Twitter.

Und Cadel Evans, seines Zeichens Tour-de-France-Sieger 2011, lobte die Stärke und Ausdauer des Schweizers auf seinem Twitter-Account. «Auf einem eigenen Level» sei Cancellara gefahren.

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