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Rad Daniel Martin gewinnt 9. Etappe - Froome bleibt Leader

Der Ire Daniel Martin hat die 9. Etappe der Tour de France über 168 km und 5 Pyrenäenpässe von Saint-Girons nach Bagnères-de-Bigorre vor Jakob Fuglsang gewonnen. Leader Christopher Froome verteidigte das «Maillot jaune» erfolgreich.

Legende: Video «9. Etappe der Tour de France («sportpanorama»)» abspielen. Laufzeit 3:35 Minuten.
Vom 07.07.2013.

Daniel Martin lancierte den entscheidenden Angriff rund 3 km vor dem letzten der fünf Pyrenäen-Pässe beim Anstieg auf die Hourquette d'Anciazan. Einzig Jakob Fuglsang (Astana) konterte die Tempoverschärfung Martins.

Bis zur Passhöhe konnten sich die beiden ein Polster von 40 Sekunden erarbeiten. Und da die beiden den Vorsprung auf der Abfahrt souverän verwalteten, war bald einmal klar, dass Lüttich-Bastogne-Lüttich-Sieger Martin und Fuglsang den Sieg unter sich ausmachen würden. Schliesslich setzte sich der Ire im Schlussspurt gegen den Dänen durch.

Froome mit Match-Demonstration

Leader Christopher Froome war für einmal auf sich allein gestellt. Edelhelfer Ritchie Porte und der Rest seines Sky-Teams schafften es nicht, das Tempo der Verfolgergruppe mitzugehen und verloren bereits beim Anstieg auf den Col de Menté, dem zweiten der fünf Pässe, den Anschluss.

Trotzdem bekundete Froome keine Mühe, das «Maillot jaune» zu verteidigen. Souverän wehrte der Brite sämtliche Angriffe der Konkurrenz um die Iberer Alberto Contador und Alejandro Valverde ab und unterstrich damit seine Ambitionen auf den Gesamtsieg.

Porte fällt zurück

Doch auch Froome hatte in der Gluthitze Südfrankreichs zu kämpfen, wie er nach dem Rennen zugab. «Das war einer der härtesten Tage, die ich je auf einem Rad erlebt habe», sagte der 28-Jährige, «ich habe einfach versucht, den Leadern der anderen Teams hinterherzufahren». Bereits am Samstag hatte Froome mit seinem Solosieg auf der 1. Pyrenäenetappe und der Eroberung des Leadertrikotes eine Kostprobe seiner Stärke geliefert.

Porte kam mit einem Rückstand von fast 18 Minuten ins Ziel und fiel im Gesamtklassement von Platz 2 auf 33 zurück. Erster Verfolger von Froome ist neu Valverde, der 1:25 Minuten hinter dem Leader zurückliegt.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Jeff Koch, Seuzach
    Kennt man schon die Ergebisse der letzten Dopingkontrollen?
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  • Kommentar von Hanspeter Buehler, Weiach
    Bis jetzt waren alle überlegenen Dominatoren der Tour der letzten Jahre zumindest verdächtig mit "längeren Spiessen" zu kämpfen als ihre Gegner. Frühere "Verdächtige" werden sich hüten sich irgendeinem diesbezüglichen Risiko auszusetzen. Froome kommt mir vor wie ein Roboter, ohne jegliche Regungen scheint er sein Pensum scheinbar mühelos abzuspuhlen. Die Spannung ist komplett weg, seine Gegner sind wehrlose Statisten.
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