Enttäuschung für Neff beim Heimrennen - Schurter wird Zweiter

Für Jolanda Neff hat der Heim-Weltcup in Lenzerheide mit einer Enttäuschung geendet. Die Weltcup-Leaderin schaffte es im Cross Country als Vierte für einmal nicht aufs Podest. Dies schaffte hingegen Nino Schurter mit dem 2. Rang.

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Neff für einmal nicht auf dem Podest («sportpanorama»)

3:30 min, vom 5.7.2015

«So wie die Saison bislang gelaufen ist, wäre schon der 2. Platz eine Enttäuschung», hatte Jolanda Neff vor dem Heim-Weltcup in Lenzerheide gesagt. Am Ende resultierte der 4. Platz, womit die Weltcup-Leaderin im Cross-Country-Rennen eine herbe Niederlage einstecken musste.

«  Es nützt nichts, wenn ich jetzt einen ‹Lätsch› mache. »

Jolanda Neff

«Schade, konnte ich heute meine Leistung nicht ganz abrufen», bedauert sie und fügt an: «Das gilt es nun zu analysieren.» Es würde ihr für die vielen tollen Fans leid tun, dass es nicht aufgegangen sei. «Denn die Stimmung war der absolute Hammer. Aber es nützt jetzt ja auch nichts, wenn ich einen ‹Lätsch› mache.» Entsprechend liess sich Neff vom Heimpublikum feiern.

Ohne Siegchance nach Sturz

Schon früh hatte sich abgezeichnet, dass die 22-Jährige ihr Rennen bei ihrem Heimrennen nicht würde gewinnen können. Die St. Gallerin, die am Freitag im Training heftig gestürzt war, handelte sich gleich zu Beginn einen Rückstand ein.

Gewonnen wurde das erste Weltcuprennen in der Schweiz seit 2010 von der 42-jährigen Gunn-Rita Dahle (No).

Schurter fährt aufs Podest

Bei den Männern schaffte es mit Nino Schurter ein Schweizer aufs Podest. Der Bündner wurde hinter dem Tschechen Jaroslav Kulhavy Zweiter.

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Schurter nach Defekt auf Platz 2 («sportpanorama»)

3:30 min, vom 5.7.2015

Schurter, der das Rennen zusammen mit Kulhavy anführte, erlitt drei Runden vor Schluss einen Defekt am Hinterreifen und musste seinen Widersacher davonziehen lassen. «Ich hatte super Beine und habe mich sehr gut gefühlt. Ich habe ihn beim Anstieg attackiert und dann im Flachen gemerkt, dass ich einen Platten habe», erklärte Schurter. «Das war natürlich Pech, aber im Mountainbike muss immer alles zusammenpassen. Hoffentlich habe ich im nächsten Rennen etwas mehr Glück», so der 29-Jährige weiter.

Im Kampf um den letzten Podestplatz zog Mathias Flückiger gegen Ondrej Cink (Tsch) um zwei Sekunden den Kürzeren.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 04.07.2015, 22:40 Uhr.