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Rad Erster Dopingfall: Paolini positiv auf Kokain getestet

Die 102. Tour de France hat ihren ersten Doping-Skandal. Der Italiener Luca Paolini ist in einer Probe positiv auf Kokain getestet und vom Weltverband UCI am Freitag vorsorglich gesperrt worden.

Legende: Video «Cavendish gewinnt die 7. Etappe» abspielen. Laufzeit 3:44 Minuten.
Aus sportaktuell vom 10.07.2015.

Die positive Kokain-Probe bei Luca Paolini war laut einer Mitteilung der UCI am 7. Juli im Rahmen der 4. Etappe nach Cambrai genommen worden.

Kokain ist keine Substanz, die die Leistung steigert.
Autor: Philippe MertensKatjuscha-Sprecher

Katjuscha will die Analyse der B-Probe abwarten, bevor mögliche weitere Sanktionen gegen den Fahrer vorgenommen werden. «Wir sind sehr überrascht, da Kokain keine Substanz ist, die die Leistung steigert», sagte Katjuscha-Sprecher Philippe Mertens der Nachrichtenagentur AFP.

Sieg beim Klassiker Gent-Wevelgem

Paolini, der im Gesamtklassement nur auf Rang 168 klassiert war, fährt seit 2011 für die russische Equipe. Zu seinen grössten Erfolgen zählen der Sieg bei Gent-Wevelgem und ein Etappenerfolg bei der Spanien-Rundfahrt (2006) sowie dem Giro d'Italia (2013).

Letzter positiver Befund 2012

Für den bislang letzten positiven Dopingtest bei der Frankreich-Rundfahrt hatte 2012 der Luxemburger Fränk Schleck (Diuretika) gesorgt. Er wurde anschliessend für ein Jahr gesperrt.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Frei, Flawil
    Wie kann man sich nur über die immer wieder vorkommenden Dopingfälle aufregen? Ich bin für die Freigabe jeglicher leistungssteigender Mittel! Was für Sportspiele gäbe das; z.Bsp. 100m in 5 sek. und und und. Der Wahnsinn. Denn, jeder ist für sich und seine Gesundheit selbst verantwortlich.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      So war es tatsächlich bei den antiken Griechen. Da wurde geschluckt und auf dem Kochherd zusammengebraut, dass die Wände zitterten. Man wurde nur disqualifiziert, wenn man nicht "fair" kämpfte, was auch immer darunter verstanden wurde. Bei gewissen Ringer-Disziplinen durfte sogar getötet werden, das galt als "normaler" Teil der Spielregeln. - Was die heutige Zeit betrifft, könnten wir auch in anderen Sportarten wie z.B. im Tennis schon bald Überraschungen erleben.
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  • Kommentar von Max Müller, Wangen
    Ist doch nicht so schlimm, so hat Luca Paolini zeit zum trainieren. Der mehrfache Doppingsünder Justin Gatlin wird auch wieder zu den Meetings eingeladen und ist jetzt schneller als voher - was so eine Sperre ausmachen kann - zwinker zwinker :-)
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  • Kommentar von Makus bach, Basel
    Diese Sportart ist eh nur peinlich und eine Schande für den Sport. Es geht schon lange net mehr darum, wer die beste Form hat, sondern wer die besten Dopingärzte bezahlt! Man sollte grundsätzlich jeden Sportler nach einem pos. dopingbefund lebenslänglich sperren!
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    1. Antwort von Sven Spühler, Gelterkinden
      Bitte komment. sie Sportarten wo sie eine Ahnung haben. Die Leistung im Gegensatz z.Bsp. zu Fussballern, welche bei jeder Berührung wie Weicheier am Boden liegen und simulieren sind Radrennfahrer harte Burschen mit gebrochenen Knochen im Rücken (Cancellara) die Etappe fertig fahren. Zudem wird in anderen Sportarten ebenfalls grossflächig gedopt (Fussball, Tennis) nur werden die durch den Verband geschützt oder durch die Regierung (siehe Spanien Fall Fuentes der zum Schweigen gekauft wude).
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    2. Antwort von Hans marti, Ittigen
      in welchen Sportarten befinden sich denn die andern dopingkunden der bekannten dopinärzte? tennis etwa (nadal?), Fussball?, u.v.a. die Radler zu verurteilen ist der einfachste weg
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    3. Antwort von bruno cordero, horw
      es ist show und weniger sport - wen interessierts was Artisten schlucken/spritzen? Und was, wenn wir ähnliche Massstäbe für eine saubere Berufswelt fordern würden (gerade eben Kokain und Tabletten bei Managern)? Es gäbe auf einen Schlag 10tausende freie Kaderstellen! Geniess die show - musst ja nicht zuschauen!
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    4. Antwort von albert hilttert, hildenbrandt
      Doping ist in allen Sportarten ein Thema. Nicht nur Profis, auch ein grosser Teil stark leistungsorientierter Hobbysportler versuchen mit allen Mitteln Erholungszeiten zu minimieren, nehmen präventiv Schmerzmittel, putschen sich mit Koffein, Amphetaminen und allem möglichen auf, um ihre Leistung zu steigern. Leistungssport hat eben sehr wenig mit gesunder Bewegung zu tun, sondern stellt sich einzig in den Dienst ausserordentlicher Exploits. Das können Sie bedauern, interessieren wird es niemand.
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