Froome gewinnt die Königsetappe

Chris Froome hat die Königsetappe der 70. Tour de Romandie von Conthey über 173 km nach Villars-sur-Ollon solo für sich entschieden.

Video «Froome gewinnt die Königsetappe solo» abspielen

Froome gewinnt die Königsetappe solo

2:02 min, aus sportaktuell vom 30.4.2016

Mit dem dritten Gesamtsieg nach 2013 und 2014 im Visier war Chris Froome am Dienstag zur 70. Ausgabe der Westschweizer Rundfahrt gestartet.

Zwei Tage später musste der Brite seine Hoffnungen begraben, als er auf der anspruchsvollen Bergetappe über 17 Minuten verlor. Im Stolz verletzt zeigte Froome tags darauf beim Einzelzeitfahren in Sitten mit Platz 4 eine starke Reaktion und bewies 24 Stunden später auch auf der Königsetappe, dass mit ihm an der Tour de France im Juli zu rechnen ist.
Den garstigen Bedingungen zum Trotz griff Froome bereits 38 km vor dem Ziel beim ersten von zwei Aufstiegen nach Villars-sur-Ollon an. Von den 3 Fluchtgefährten konnte ihm im Schlussanstieg nur noch der Amerikaner Tejay van Garderen folgen, bis auch dieser 7,5 km vor dem Ziel dem hohen Tempodiktat des Sky-Profis zum Opfer fiel. Am Ende rettete Froome unter strömendem Regen 4 Sekunden auf den heranbrausenden Spanier Jon Izagirre, der die Verfolgergruppe anführte.

Quintana nie in Gefahr

Nairo Quintana hatte das Geschehen stets im Griff. Der Kletterspezialist aus Kolumbien hielt den zahlreichen, aber eher zaghaften Angriffen seiner ärgsten Verfolger stand und verteidigte das Leadertrikot am Ende souverän. Der Franzose Thibaut Pinot sicherte sich dank Platz 3 immerhin noch vier Bonifikationssekunden. Der Gewinner des Zeitfahrens in Sitten liegt vor der abschliessenden Etappe am Sonntag jedoch immer noch 19 Sekunden hinter Quintana.

Bleibt der 26-Jährige vom spanischen Team Movistar auf der Schlussetappe von Stürzen verschont, ist ihm der erste Gesamtsieg an der Tour de Romandie wohl nicht mehr zu nehmen. Die 177,4 km von Ollon nach Genf sind vorwiegend flach und dürften keine grossen Veränderungen im Gesamtklassement herbeiführen. Für Quintana, der 2014 den Giro d'Italia gewann, wäre es nach dem Gewinn der Katalonien-Rundfahrt Ende März der zweite Rundfahrten-Sieg in diesem Jahr.

Franks Probleme mit der Kälte

Mühe mit den erneut nass-kühlen Bedingungen bekundete mit Mathias Frank ausgerechnet der beste Schweizer im Gesamtklassement. Der Luzerner beendete die Etappe auf Platz 16 und fiel vom 6. auf den 8. Gesamtrang zurück. Dem Leader der Westschweizer Equipe IAM machte vor allem die Tatsache zu schaffen, dass er in der letzten Abfahrt keinen Regenschutz bei sich trug.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 30.04.2016, 23:00 Uhr

Resultate