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Herzstillstand nach Sturz Belgier Goolaerts gestorben

Der Rad-Klassiker Paris-Roubaix ist am Sonntag von einem Todesfall überschattet worden.

Legende: Audio Goolaerts verstorben (Radio SRF 3, 06:00-Uhr-Bulletin, 9.4.18) abspielen. Laufzeit 0:23 Minuten.
0:23 min

Michael Goolaerts starb nach einem Sturz auf der Strecke am Abend im Spital in Lille. Der 23-jährige Belgier erlag einem Herzstillstand, wie sein Team Véranda's Willems-Crelan am späten Sonntagabend auf Twitter mitteilte.

Goolaerts, der sich erstmals am Start dieses Rennens befand, war auf einer Kopfsteinpflaster-Passage gut 148 Kilometer vor dem Ziel gestürzt. Bilder eines Amateurfilmers zeigen, wie der 23-Jährige in einer Abfahrt eine Rechtskurve verpasste, abgehoben wurde und auf die Böschung stürzte.

Noch an der Strecke wurde er reanimiert und anschliessend mit einem Helikopter nach Lille geflogen. Er verstarb um 22:40 Uhr im Beisein seiner Familie und seiner engsten Freunde.

Seit 2016 Profi

Goolaerts hatte 2016 als Trainee bei Lotto-Soudal den Einstieg im Profiradsport geschafft. Sein bestes Karriere-Ergebnis war ein 9. Platz beim Eintagesrennen Quer durch Flandern.

Der Vorfall weckte Erinnerungen an den Tod des Belgiers Daan Myngheer, der 2016 nach einem Herzinfarkt bei der Dauphiné-Rundfahrt ebenfalls gestorben war.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Die Tragik des Todesfalls ist das Eine, man darf darob aber die restlose Klärung der Ursachen nicht vergessen - auch wenn diese beispielsweise eine Obduktion erfordern würden. Mich würde interessieren: War der Sturz die Ursache des Herzstillstandes (was mir unwahrscheinlich vorkommt) oder umgekehrt? Wenn letzteres zutrifft: War es eine Selbstüberschätzung, vielleicht verbunden mit einer unerkannten Herzschwäche, oder war sogar Doping im Spiel? Es gab schon solche Todesfälle!
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    1. Antwort von C. Gustavs (C.Gustavs)
      Ich frage mich: brauchen wir immer auf alles eine Antwort? Angenommen das Urteil lautet Selbstüberschätzung: ist der mann am ende noch selber schuld? Angenommen ein technischer mangel, dann wird der Mechaniker wie ein Mörder durch social Media gezerrt? Oder es war Doping, der Todesfall wird für diese Debatte instrumentalisiert, und wieder hats der fahrer eigentlich verdient? In keinem der Fälle ist den Betroffenen geholfen, es wird nur schlimmer. Es war ja kein Mord, der aufgeklärt werden soll.
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    2. Antwort von Bruno Polli (Pittbull)
      Gemäß Radsport-News steht folgendes:"Goolaerts hatte auf dem dritten der 29 Kopfsteinpflaster-Abschnitte knapp 150 Kilometer vor dem Ziel einen Herzstillstand erlitten, fuhr ungebremst am linken Wegesrand gegen die Böschung und blieb reglos liegen. Noch an der Strecke musste er wiederbelebt worden. "
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  • Kommentar von stalder André (Neptun61)
    Wo bleibt die Hilfe von den vorbeifahrenden Sportollegen??? Schade
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    1. Antwort von Astrid Etter (Raja)
      Da die Fahrer schnell vorbei fahren können sie wohl auf die schnelle nicht sehen das er bewusstlos ist, (es gibt ja immer wieder Stürze und Fahrer liegen am Boden) aber man hört sie reden und da sie Mikros tragen wird das sicher sofort gemeldet.
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  • Kommentar von Astrid Etter (Raja)
    Da kann man von herzen einfach nur das beste Wünschen, alles Gute.
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