Keine Sanktionen gegen Martial Saugy

Das Schweizer Dopinganalyse-Labor in Lausanne bleibt auf der WADA-Liste der akkreditierten Einrichtungen. Gegen Laborleiter Martial Saugy wird keine Untersuchung eingeleitet.

Martial Saugy, Leiter des Lausanner Dopinganalyse-Labors.

Bildlegende: Martial Saugy Leiter des Lausanner Dopinganalyse-Labors. EQ Images

Martial Saugy war vom Chef der US-Anti-Doping-Agentur (USADA), Travis Tygart, schwer beschuldigt worden. Der Romand soll Lance Armstrong den «Schlüssel» zum EPO-Nachweis gegeben haben.

«WADA kann nicht aktiv werden»

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) lehnte nun aber Sanktionen gegen das Lausanner Labor ab, wie WADA-Präsident John Fahey in einem Interview mit der französischen Nachrichtenagentur AFP sagte. Die WADA habe in der fraglichen Zeit noch gar keine Testeinrichtungen akkreditiert. Deshalb sehe er keine Berechtigung, gegen das Labor vorzugehen.

«Ich behaupte zwar nicht, dass Herr Tygart unrecht hat. Ich sage lediglich, es gibt nichts, weswegen die WADA aktiv werden könnte», sagte Fahey. Tygart hatte sich auf einen Vorfall im Jahr 2001 bezogen, als bei der Tour de Suisse 2001 eine verdächtige Dopingprobe des mittlerweile geständigen Armstrong aufgetaucht war. Saugy hatte Tygarts Vorwürfe vehement bestritten.