Merckx: Hitze ist schlechte Entschuldigung

Der wohl grösste Radfahrer aller Zeiten, Eddy Merckx, hält nichts von der Polemik über die grosse Hitze an der laufenden WM in Doha.

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Eddy Merckx hat kein Verständnis für Jammerlappen (frz.)

1:02 min, vom 15.10.2016

Wäre er nicht so höflich, hätte er vielleicht «Weicheier» gesagt: Rad-Legende Eddy Merckx hält jene Fahrer und Betreuer, die sich über die Hitze bei der WM beklagen, für schlechte Verlierer.

«Wenn man zu einer WM nach Katar reist, muss man sich auch auf die Hitze vorbereiten», so der 71-Jährige im belgischen Fernsehen. «Die Geschlagenen sollen nicht nach Ausreden suchen, indem sie von ‹unmenschlichen› Bedingungen sprechen.» Er verwies auf die Teams aus Norwegen und Deutschland, die für ihre Vorbereitungen belohnt worden seien.

Bei früheren Grossveranstaltungen hätten ähnliche Bedingungen geherrscht, sagte Merckx weiter. So hätten bei der WM 1990 in Japan, als Belgien durch Rudy Dhaenens und Dirk De Wolf einen Doppelsieg feierte, ebenfalls Temperaturen um 40 Grad geherrscht.

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Thomas Peter (Swiss Cycling) über die Hitze

0:49 min, vom 15.10.2016