Noch eine letzte Chance, um Froome zu stürzen

Chris Froome hat das «Maillot jaune» auf der 1. Alpenetappe souverän verteidigt. Seinen Konkurrenten bietet sich wohl nur noch eine Möglichkeit, den Briten zu gefährden. Hält Froome den Attacken auch am Donnerstag stand?

Radfahrer

Bildlegende: Hat alles im Griff Chris Froome steuert unbeirrt seinem 4. Tour-Sieg entgegen. Reuters

  • Chris Froome hielt seine Konkurrenten auf der 1. Alpenetappe mit dem Col du Galibier am Mittwoch souverän in Schach.
  • Am Donnerstag steht die 2. und letzte Alpenetappe an. Nach einem 30 km langen Anstieg liegt das Ziel auf dem Col d'Izoard (2360 Meter).
  • Es ist die letzte echte Herausforderung, die Froome zu meistern hat.

Die erste Alpenetappe vom Mittwoch dürfte die Konkurrenten von Chris Froome ins Grübeln gebracht haben. Mit beeindruckender Souveränität hielt der Brite beim Anstieg auf den Col du Galibier seine ärgsten Verfolger in Schach.

«  Ich bin glücklich und zuversichtlich, wenn ich mit diesem Vorsprung ins Zeitfahren gehen kann. »

Chris Froome

Halbherzige Angriffs-Versuche von Romain Bardet konterte er mühelos, in der Abfahrt nahm er Fabio Aru sogar noch einmal über eine halbe Minute ab. So liegt der dreifache TdF-Sieger 4 Etappen vor Schluss 27 Sekunden vor Rigoberto Uran und Bardet.

Den Verfolgern bietet sich somit wohl nur noch eine Chance, um den Hattrick von Froome zu verhindern. Und zwar am Donnerstag in der 2. Alpenetappe, denn:

  • Am Freitag folgt mit 222,5 km zwar die längste Etappe der diesjährigen Tour, das Teilstück ist aber eher für die Sprinter geeignet. Zu Beginn des Tages geht es rauf und runter, für Froome sollte es aber nicht gefährlich werden.
  • Im Zeitfahren am Samstag hat Froome die besten Karten. Er geht als Favorit auf den Sieg in den Kampf gegen die Uhr.
  • In der letzten Etappe am Sonntag werden traditionsgemäss keine Angriffe auf das «Maillot jaune» lanciert.

Verteidigt Froome das «Maillot jaune» auch auf der 2. Alpenetappe?

  • Ja, Froome hält seine Konkurrenten erneut in Schach.

    75%
  • Nein. Froome bricht ein und muss die Führung abgeben.

    24%
  • 1315 Stimmen wurden abgegeben

Das sagt Froome zu seiner Ausgangslage:

«Die Zeitdifferenz ist nicht sehr gross, aber ich gehe entspannt in die nächste Etappe. Ich bin glücklich und zuversichtlich, wenn ich mit diesem Vorsprung ins Zeitfahren vom Samstag in Marseille gehen kann.»

Video «Roglic feiert seinen Premierensieg» abspielen

Roglic feiert Premierensieg, Froome verteidigt Leadertrikot

1:54 min, aus sportaktuell vom 19.7.2017

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.7.2017, 14:10 Uhr