Quintana setzt sich am Giro an die Spitze

Nairo Quintana hat am 9. Giro-Tag mit Bergankunft doppelt zugeschlagen. Der Kolumbianer jagte dank des überzeugenden Tagessieges Bob Jungels die «Maglia Rosa» ab.

Nairo Quintana drückte dem 9. Teilstück am Jubiläums-Giro den Stempel auf. Beim ersten echten Showdown der Favoriten verfügte der Kletterspezialist aus der Movistar-Equipe über die grössten Reserven. Entsprechend griff er im gut 13 km langen Schlussaufstieg früh an.

Nach 152 Kilometern hatte Quintana ein Polster von 24 Sekunden herausgeholt. Er wurde auf dem Podest von Thibaut Pinot (Fr) und Tom Dumoulin (Ho) flankiert. Als Fünfter büsste Titelverteidiger Vincenzo Nibali (It) schon rund eine Minute ein.

Jungels ohne Chance

Mit dieser Kostprobe rückte Qunitana in der Gesamtwertung vom 7. Rang ganz an die Spitze vor. Die bislang 10 Sekunden Rückstand auf den abgelösten Bob Jungels (Lux) korrigierte Quintana in einen Vorsprung von 24 Sekunden auf Pinot. Seine Ambitionen auf den Gesamtsieg, den er sich schon 2014 geholt hatte, sind damit deutlich unterstrichen.

Nach einem Ruhetag am Montag folgt als wichtiger Prüfstein ein 39,8 km langes Einzelzeitfahren von Foligno nach Montefalco.

Auch diese zwei Meldungen prägten den 9. Giro-Tag:

  • Sébastien Reichenbach klassierte sich als Etappen-Neunter. Der Walliser war im FDJ-Team ein wichtiger Helfer von Pinot.
  • Das Finale wurde von einem durch ein Polizeimotorrad hervorgerufenen Sturz überschattet. Der Niederländer Wilco Kelderman blieb am stehenden Fahrzeug am Strassenrand hängen und löste eine Kettenreaktion aus. Besonders die britische Sky-Mannschaft mit Captain Geraint Thomas (Gb) fiel dadurch weit zurück.
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Ein Motorrad löst einen Sturz beim Giro aus

1:28 min, vom 14.5.2017

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 12.05.2017 22:35 Uhr