Rodriguez kämpft sich im Alleingang zum 2. Etappensieg

Joaquim Rodriguez hat sich am Tag 3 in den Pyrenäen souverän durchgesetzt. Dabei kämpfte er nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen Wind, Hagel und Donner. Chris Froome fährt weiter im Maillot jaune.

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Angriff um Angriff auf der 12. Tour-de-France-Etappe

3:10 min, vom 16.7.2015

Joaquim Rodriguez stellte im Schlussaufstieg auf das Plateau de Beille 7 km vor dem Ziel Michal Kwiatkowski. Den polnischen Strassen-Weltmeister hatten nach einer langen Vorausfahrt die Kräfte endgültig verlassen.

Rodriguez vermochte einzig noch Jakob Fuglsang zu folgen. Wirklich in Bedrängnis konnte der Däne den 36-jährigen Spanier aber nicht mehr bringen. Damit war für Rodriguez der Weg frei zum 2. Tagessieg an der 102. «Grande Boucle». In der Gesamtwertung arbeitete er sich auf Platz 15 vor.

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Auf dem Plateau herrschten zeitweise widrige Bedingungen

0:37 min, vom 16.7.2015

Ein kräftezehrendes Rennen

Der Katjuscha-Fahrer gewann schon das 3. Teilstück von Antwerpen nach Huy. Sein Sprint-Erfolg stand damals allerdings im Schatten eines Massensturzes, bei dem Gold-Träger Fabian Cancellara in Mitleidenschaft gezogen worden war.

«  Froome ist nicht zu erschüttern, er ist zu stark. »

Vincenzo Nibali
Vorjahressieger

Diesmal hatte sich Rodriquez in der Königsetappe die volle Aufmerksamkeit verdient. Auch weil er zuvor auf den 195 km mit widrigsten Umständen zu kämpfen hatte: Mal hagelte es unterwegs, mal regnete es sintflutartig, und vor allem blies ein heftiger Gegenwind. Auf den weiteren Podestplätzen folgten mit über einer Minute Rückstand Fuglsang und der Franzose Romain Bardet.

Kein wunder Punkt bei Froome

Die Favoriten auf das Gesamtklassement hatten mit dem Ausgang des Rennens nicht zu tun, fühlten sich in der Verfolgergruppe aber regelmässig auf den Zahn. Doch Chris Froome konterte alle Attacken ohne grosse Mühen und erreichte gemeinsam mit seinen Hauptkonkurrenten das Ziel 6:47 Minuten hinter Ausreisser Rodriguez.

«Froome ist nicht zu erschüttern, er ist zu stark», musste Vorjahressieger Vincenzo Nibali einsehen. Seine nicht sehr kraftvolle Attacke im Finale verpuffte rasch wieder. Der Brite Froome behauptete sich deshalb als Leader. Er verlässt die Pyrenäen mit beruhigenden 2:52 Minuten Vorsprung vor Tejay van Garderen (USA) und 3:09 vor dem Kolumbianer Nairo Quintana.

Frank konnte nichts ausrichten

Mathias Frank erreichte das Ziel als 24. mit weiteren 3 Minuten Rückstand hinter den Gesamtersten. Der Luzerner musste früh in der Steigung seine Ambitionen begraben. Im Gesamtklassement hielt sich der Leader der Schweizer Profi-Equipe IAM Cycling an Position 12.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.07.2015 14:30 Uhr

TV-Hinweis

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Die 13. Etappe führt am Freitag über 198,5 km von Muret nach Rodez. SRF zwei überträgt live ab 15:30 Uhr.