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Rad Rui Alberto Costa gewinnt Tour de Suisse erneut

Rui Alberto Costa hat seinen Vorjahressieg an der Tour de Suisse wiederholt. Der Portugiese stiess im abschliessenden Bergzeitfahren nach Flumserberg an die Spitze, während Mathias Frank auf den 5. Gesamtrang zurückfiel.

An Rui Alberto Costa gab es im anspruchsvollen Zeitfahren mit flachem Beginn und brutal langem Schlussanstieg kein Vorbei.

Der Portugiese setzte sich 21 Sekunden vor dem Esten Tanel Kangert durch und schaffte als Erster seit Andy Hampsten (USA) 1986/87 zwei Tour-de-Suisse-Siege in Folge.

Frank nicht auf dem Siegerpodest

Dass Mathias Frank das Leadertrikot auf den 26,8 km von Bad Ragaz nach Flumserberg würde verteidigen können, war eher unwahrscheinlich. Am Ende reichte es dem 26-Jährigen gar nicht einmal auf das Podest. Mit knapp 2 Minuten Rückstand brachte er sich um den verdienten Lohn einer eindrücklichen Tour-Woche.

So waren es der Niederländer Bauke Mollema und der Tscheche Roman Kreuziger, die sich hinter Costa auf den Rängen 2 und 3 einreihten. Auch Thibaut Pinot (Fr) fing Frank noch ab.

«Ein super Erlebnis»

Die Enttäuschung über den Rückfall im Gesamtklassement sei gross, gestand Frank nach der Schlussetappe. «Doch es war ein super Erlebnis. Ich durfte den Traum eine Woche lang leben. Es war wunderschön, vor dieser Kulisse das Leader-Trikot zu tragen», so Frank, der während insgesamt 6 Tagen das Gesamtklassement anführte.

Bereits blickte der Luzerner wieder in die Zukunft: «Ich muss meine Lehren daraus ziehen. Ich bin erst 26-jährig, habe also noch ein paar Jahre Zeit. Hoffentlich klappt es irgendwann mal mit einem Gesamtsieg.»

Legende: Video Franks Eltern fiebern mit ihrem Sohn mit («sportpanorama») abspielen. Laufzeit 02:18 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 17.06.2013.

5 Kommentare

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  • Kommentar von E.W, H
    Hinzuzufügen wäre aber doch, dass hätt' man Gardener nicht voraus geschickt, er dann vielleicht beim Einzelzeitfahren noch die Beine für den Toursieg gehabt hätte, denn er ist der bessere Zeitfahrer als Frank & war gut platziert. Aus dieser Sicht ist's doch eine schlechte Taktik vom sportlichen Leiter des BMC-Team gewesen & zu Ungunsten von Garderen ausgefallen. Ihn hat man sozusagen zu Gunsten von Frank "geopfert".
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  • Kommentar von JP.Simon / Nietzscheaner, Bern
    Wenn man dem 'Blick' Glauben schenken muss, dass Frank in der 7.Etappe, 'Königsetappe' von seinen eigenen Teamkollegen im Stich gelassen wurde, aus taktischen Gründen und auf Geheiss des Teamleiters, so muss man sich schon zusammen reissen, diesem nicht vor die Füsse zu spucken. Wieder des Geldes wegen, einen zugkräftigeren Namen, der schon mal, als weiteres Plus, die TS gewonnen hat, Vorteile zu gönnen, zugleich dem unbedarften Frank um seine Früchten zu bringen, ist verwerflich wie Doping.
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    1. Antwort von R. Hauswirth, Bern
      Gemäss einem Interview (in Originalton) mit van Garderen (erwähnter Teamkollege) hat Frank ihm in dieser Etappe zugeschrien "wir müssen gehen", also den Angriff kontern. Van Garderen ist dann mit einem Spurt hinterher, Frank konnte jedoch nicht folgen. Van Garderen hat es nach 500m gemerkt und wollte warten. BMC's sportlicher Leiter hat allerdings gesagt, er soll bei der Gruppe bleiben, weil Frank die Abfahrt sehr gut kenne und der Windschatten bei Bergetappen nicht so ins Gewicht fällt.
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    2. Antwort von E.W, H
      Die Taktik von BMC war richtig und nachvollziehbar! Garderen hatte die Beine, somit die Aufgabe die Fluchtgruppe im Anstieg möglichst zu neutralisieren, weil Frank für eine Verfolgung die Beine nicht mehr hatte. Und bei der letzten Etappe im Einzelzeitfahren hatte er sie eben auch nicht mehr! Daran hätt' auch eine andere Taktik am Vortag nicht's geändert! Trotzdem haben Frank & sein Team eine grossartige Leistung vollbracht! Bravo!
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    3. Antwort von Gilles Gil, Gill-City
      In dieser Etappe verlor Frank 22s auf Costa, am Schluss fehlten aber 1min 43s auf den Gesamtsieger, also war wohl kaum diese Etappe der Faktor, welcher die Tour zu Ungunsten von Frank entschieden hat, Teamtaktik hin oder her
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