Sieg im Zeitfahren: Froome meldet sich zurück

Chris Froome hat das Zeitfahren der 19. Vuelta-Etappe in überlegener Manier gewonnen. Auf Gesamtleader Nairo Quintana machte der Brite viel Zeit gut.

Chris Froome.

Bildlegende: Flog förmlich über den Asphalt Chris Froome. Keystone

Was für eine Machtdemonstration von Chris Froome: Der britische Sky-Profi fuhr im 37 Kilometer langen Einzel-Zeitfahren von Xabia nach Calp an der Costa Blanca in einer eigenen Liga und schnappte sich überlegen den Tagessieg.

Froome, Bronzegewinner im Zeitfahren von Rio, schlug von Beginn weg ein enorm hohes Tempo an und lag bei jeder Zwischenzeit in Führung. Im Ziel Betrug sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Spanier Jonathan Castroviejo gut 43 Sekunden. Dritter wurde der Däne Tobias Ludvigsson.

Quintana nur Elfter – Spannung ist zurück

Zu den Verlierern des Tages gehörte Nairo Quintana. Der kolumbianische Gesamtleader wurde Elfter und büsste 2:16 Minuten auf Froome ein. Die vorletzte Etappe am Samstag nimmt Quintana demnach mit einem Polster von «nur» noch 1:21 Minuten auf den Briten in Angriff.

Das zweitletzte Teilstück endet mit einer Bergankunft auf dem Alto de Aitana. Mit 21 Kilometern fällt der Schlussanstieg am Samstag ungewöhnlich lang aus. Obwohl für Froome noch einiges möglich ist, liegen die Vorteile beim Kolumbianer, der im bisherigen Verlauf der Spanien-Rundfahrt klare Vorteile im Hochgebirge offenbart hat. Sowohl Froome als auch Quintana haben die Vuelta bisher noch nie gewinnen können.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 08.09.2016, 22:20 Uhr

Dillier bester Schweizer

Der Aargauer Silvan Dillier aus dem BMC-Team bewältigte das Zeitfahren als bester der fünf Schweizer auf Platz 15. Auf Gesamtleader Froome büsste er 2:40 Minuten ein, auf Quintana lediglich 24 Sekunden.

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