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Rad Stefan Küng: In Weiss statt Gelb

Stefan Küng hat seine 1. Tour de France auf regennasser Strecke mit einem respektablen 2. Rang im Zeitfahren lanciert. Das Maillot Jaune bleibt ihm damit verwehrt, immerhin ist es Weiss geworden.

Das Podest beim Prolog

  • 1. Geraint Thomas (Gb) 16'04"
  • 2. Stefan Küng + 5"
  • 3. Wasil Kirienka (WRuss) + 7"

5 Sekunden entschieden ganz an der Spitze zu Gunsten des Walisers Geraint Thomas. Der 31-Jährige trat vor allem auf der zweiten Hälfte der 14 km langen Rollerstrecke mit voller Wucht in die Pedale und holte dort seinen Vorsprung heraus. Im Ziel musste er lange in der Leaderbox ausharren, ehe sein unerwarteter Triumph feststand.

Legende: Video Küng haarscharf an der Bestzeit vorbei abspielen. Laufzeit 0:39 Minuten.
Aus sportlive vom 01.07.2017.

Stefan Küng: Ein Trostpflaster

Das erklärte Ziel des Thurgauers war gleich bei dessen Debüt an der «Grande Boucle» das Maillot jaune. Stefan Küng hätte damit Fabian Cancellara nacheifern wollen, der am 3. Juli 2004 bei der TdF-Premiere das Leadertrikot an sich reissen konnte.

Am Ende musste der 23-Jährige erneut mit Platz 2 Vorlieb nehmen. Gleiches war ihm schon an der Tour de Suisse widerfahren. Dort konnte ihn in beiden Prüfungen gegen die Uhr Rohan Dennis bezwingen. Der Australier lässt die Tour aus.

Ich bin bitter enttäuscht, das ist klar, wenn man so nah dran ist.
Autor: Stefan Küng

Küngs starke Leistung auf dem Parcours in Düsseldorf wird dennoch belohnt. Statt Gelb trägt der BMC-Fahrer nun das weisse Trikot, mit dem der beste Jungprofi ausgezeichnet wird. «Immerhin ein kleines Trostpflästerchen», kommentierte er. Doch sonst betonte Küng: «Ich bin bitter enttäuscht, das ist klar, wenn man so nah dran ist.»

Tony Martin: Der grosse Geschlagene

Tony Martin, der 4-fache Zeitfahrweltmeister, erreichte mit 8 Sekunden Rückstand nur den 4. Rang. Der Deutsche war in seiner Heimat als Kronfavorit gehandelt worden.

Legende: Video Neben Valverde erwischte es noch andere Fahrer abspielen. Laufzeit 0:26 Minuten.
Aus sportlive vom 01.07.2017.

Alejandro Valverde: Pominentes Opfer

Beim Tour-Auftakt am Rhein regnete es vom ersten bis zum letzten Fahrer. Diese äusserst schwierigen Bedingungen wurden Alejandro Valverde zum Verhängnis. Der spanische Routinier rutschte in einer Linkskurve auf dem nassen Asphalt weg und krachte mit den Beinen voran in ein Absperrgitter.

Der 37-Jährige blieb unter grossen Schmerzen liegen und musste aus der Rundfahrt aussteigen. Im Nachhinein wurde die Diagnose bestätigt, dass sich Valverde die Kniescheibe brach. Somit verlor Mitfavorit Nairo Quintana (Kol) früh einen wichtigen Helfer.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 01.07.2017 16:00 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Das erste Mal bei der Grande-Tour dabei & gleich viele grosse Namen im Zeitfahren geschlagen, ist das nicht nur respektabel, sondern hervorragend gemacht. Bei der Tour de Suisse hat er sich das Gelbe geholt & es nach einem Tag wieder verloren. Das weisse Tricot als bester Junger wird er länger tragen können. Wer weiss, vielleicht bis nach Paris? Herzliche Gratulation für den 2. Platz.
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    1. Antwort von Marco Meister (Tapsa)
      E. Waden, stimmt, absolut hervorragende Leistung von Stefan Küng! Das Weisse Trikot wird Küng leider nicht nach Paris bringen können, er hat andere Aufgaben zu verrichten und in den Bergen wird er u.a. deshalb auch viel Zeit verlieren und im Grupetto ins Ziel rollen... Ein heisser Anwärter auf Weiss ist Louis Meintjes!
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Ja, stimmt! Leider. Aber er das erste Mal die Tour de Suisse gefahren, jetzt bei der Grande Tour dabei, kommt seine Zeit auch noch. Ein vielversprechendes Talent. Und stimmt auch: L. Meintjes wird als Favorit aufs weisse Tricot gehandelt.
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  • Kommentar von P. Gemperle (PGT)
    "Trotzdem bleibt am Ende der Frust über das knapp verpasste Maillot jaune". Ist das nun der Frust unserer zwei Kommentatoren oder von Stefan Küng? Na hallo, erst mal nachmachen und ich glaube Stefan darf sich riesig freuen. Er kriegt ja für seine Superleistung das Trikot des besten Jungprofis. Bravo Stefan freue dich über deinen Erfolg wie ich mich für dich freue.
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    1. Antwort von Samuel Niederhauser (YB4Ever)
      Wenn Sie seine Interviews an der Tour de Suisse gesehen hätten, würden Sie dem zustimmen. Er darf sicher zufrieden sein mit der Rangierung und Leistung, dafür hätte er vor der Tour und auch vor dieser Saison unterschrieben. Trotzdem will ein Rennfahrer nunmal gewinnen und wenns dann knapp nicht reicht, zum 3. Mal in Folge nur einer schneller ist, dann ist neben der Zufriedenheit sicher auch ein wenig Frust mit dabei.
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