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Rad TdS: Modolo siegt, Cavendish stürzt

Sacha Modolo hat überraschend die 5. Etappe der Tour de Suisse gewonnen. Der Italiener setzte sich nach 184 km von Ossingen nach Büren an der Aare im Sprint vor dem Slowaken Peter Sagan durch.

Legende: Video «Zusammenfassung der 5. Etappe» abspielen. Laufzeit 2:28 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 18.06.2014.

Senn wird TdS-Generaldirektor

Ab 1. Juli übernimmt der 44-jährige Olivier Senn die Geschicke der viertlängsten Landesrundfahrt der Welt. Der ehemalige Elite-Amateur löst Rolf Huser ab, der beim bisherigen Rechteinhaber IMG für die Rundfahrt zuständig war.

Den dramatischsten Moment erlebte die 5. Etappe der diesjährigen Tour de Suisse kurz vor dem Ziel. Während dem von vielen Kurven und engen Passagen geprägten Finish kam es zu einem Massensturz, dem unter anderem Sprintstar Mark Cavendish (Gb) zum Opfer fiel.

Auch Matthew Goss (Au), dessen Rencontre mit Danny van Poppel (Ho) den Sturz ausgelöst hatte, und der Schweizer Silvan Dillier kamen zu Fall. Der Rest des Feldes wurde blockiert.

Sagan wird übersprintet

Legende: Video «Der Schlusssprint» abspielen. Laufzeit 1:13 Minuten.
Vom 18.06.2014.

Vorne kämpften deshalb keine 10 Fahrer mehr um den Tagessieg. Peter Sagan (Slk) bog als erster in die letzte Linkskurve ein, wurde auf den finalen 300 Metern aber vom überraschenden Sacha Modolo übersprintet.

«Solche eher engen Zielankünfte passen mir gut», so Modolo aus dem Lampre-Merida-Team von Rui Costa. «Ich wusste, dass ich mich ganz auf Sagan konzentrieren musste. Er zwang mich auf die äussere Seite. Doch ich war stark genug, an ihm vorbeizukommen», sagte der 27-Jährige, der den grössten Erfolg seiner Karriere feierte.

Martin bleibt Leader

Bester Schweizer war Nino Schurter auf dem 9. Rang. Auf der coupierten Etappe mit je zwei Bergpreisen der 3. und 4. Kategorie hatten Sander Armée (Be), Jaroslaw Marycz (Pol) und Frederik Veuchelen (Be) früh abgesetzt. 10 km vor dem Ziel wurde das Trio, das nie mehr als 5 Minuten Vorsprung hatte, aber gestellt.

Im Gesamtklassement führt weiterhin der Deutsche Tony Martin 6 Sekunden vor Tom Dumoulin (Ho) und 10 Sekunden vor Sagan.

Wiggins steigt aus

Nicht mehr an den Start ging Bradley Wiggins. Der Sieger der Tour de France von 2012 ist wegen den Sturzfolgen vom Vortag bereits nach Hause geflogen: «Ich habe eine grosse Schwellung an der linken Seite meines rechten Knies. Ich hätte starten können, doch es ist besser, auf Nummer sicher zu gehen», begründete der 34-jährige Brite seinen Entscheid.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Claude Vogel, Kölliken
    Bitte genau hinschauen! Die Fahrer sind deutlich nach der Kurve und nach dem Wiederantritt gestürzt. Es ist ein Fahrfehler der zum Sturz geführt hat. Und übrigens gibt es sehr zahlreiche Stürze auf breiten Geraden an Rundfahrten wie Tour de France mit erheblicheren Folgen. Wir haben in der Schweiz nicht nur Städte. Sonst ist es wirklich besser nur noch auf der Bahn zu fahren, da passiert ja nie was..
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  • Kommentar von Peter Meier, Biel
    Ich hingegen teile Ihre Ansichten nicht. Einerseits können die Fahrer die Etappen abfahren, resp. besichtigen, anderseits war es bereits im Vorfeld bekannt, dass es keine einfache Ankunft sein würde. Zudem ist heutzutage jedem Team/Fahrer möglich, mittels Internet, Etappenplan etc. die Schwierigkeiten einzelner Etappen zu eruieren... Ich denke, dass in jedem Beruf Herausforderungen warten, bei einem Profi Rennfahrer kann es daher ruhig auch einmal etwas herausfordernd sein....
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  • Kommentar von Erich Sardella, 5032 Aarau Rohr
    Die heutige Etappenführung kur vor dem Ziel fand ich total daneben. Zwei solche Kurven sind doch nicht normal. Ich kann nicht verstehen wie die Verantwortlichen der Tour de Suisse eine solche Strecke abnehmen können? Zum Glück ist nicht mehr passiert...... Was ich auch nicht verstehen kann, dass Sven Montgomery auch noch sagte dass dies nicht speziell gefährlich gewesen sei. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Er während seiner Aktivzeit seine Freude hatte an einer solchen Streckenführung.
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    1. Antwort von S.Karrer, Bassersdorf
      Ich bin mit Ihnen absolut einverstanden! Ich fand schon die Streckenführung im Zeitfahren (abfahrt zum ziel) absolut unverantwortlich kriminell! Erinnert an ein Hausecken Rennen für Seifenkisten!
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