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Rad TGV-Vorfall: Französische Bahn erstattet Anzeige

Der Klassiker über die gefürchteten Kopfsteinpflaster könnte für einige Fahrer Folgen haben. 85 Kilometer vor dem Ziel überquerten sie trotz geschlossener Bahnschranke kurz vor einem heranbrausenden TGV die Geleise. Die französische Bahn hat nun Anzeige erstattet.

Legende: Video «Paris - Roubaix: Bahnschranke teilt das Feld» abspielen. Laufzeit 1:07 Minuten.
Vom 12.04.2015.

Auch für Rad-Profis gelten die Gesetze. Dies blendeten einige Fahrer beim Klassiker Paris-Roubaix jedoch aus, als sie mit einem unbedachten Manöver ihr Leben riskierten und die Bahngeleise unerlaubterweise passierten. «Millionen von Fernseh-Zuschauern wurden Zeugen dieser äusserst gravierenden Übertretung, die tragisch hätte enden können», teilte das französische Bahnunternehmen SNCF am Montag mit. Dieses hat nun Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.

In welche Gefahr sich die Fahrer begaben, dürfte ihnen erst im Nachhinein bewusst geworden sein. Einige Profis umkurvten die bereits gesenkten Halbschranken. Sekunden später brauste ein TGV vorbei.

Organisatoren wehren sich

Die Rennleitung wehrt sich gegen die Vorwürfe. Die Sicherheitsmassnahmen, die den Fahrern einen geregelten Halt ermöglicht hätten, seien nicht ausreichend gewesen. «Das Feld befand sich 10 Meter vor der Barriere, bevor diese sich zu senken begann», erklärte Rennorganisator Guy Dobbelaere.

Rennleiter Thierry Gouvenou bekräftigte, man habe das Geschehen kurze Zeit neutralisiert, um den hinter der Bahnschranke wartenden Teil des Feldes nicht zu benachteiligen. Der Vorfall war für den Ausgang des Rennens nicht massgebend.

Sendebezug: SRF zwei/info, sportlive, 12.04.2015, 13:30 Uhr

Legende: Video «Degenkolb triumphiert bei Paris-Roubaix» abspielen. Laufzeit 2:38 Minuten.
Vom 12.04.2015.

12 Kommentare

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  • Kommentar von D. Unedan, Münchenstein
    Deswegen ist es ja auch verboten die schranke zu überqueren, wenn die Lampe rot blinkt... Dumme Ausrede, mit den 10 Metern Abstand.
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  • Kommentar von Simon Suter, Landquart
    Saudumm, sowohl von Rennleitung als auch Fahrern. Liebe Leute, das ist kein Güterzug, der da heranrumpelt, sondern ein Hochgeschwindigkeitszug. Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn tatsächlich was Schlimmes passiert wäre! Die SNCF hat mehr als Recht um Anzeige zu erstatten. Es gehört halt zu einem Rennen auf solch einer Strecke dazu, dass man aufgrund einer Bahnschranke anhalten muss, das sollte man ja schon vor dem Start wissen.
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  • Kommentar von Christoph Valli, 8903 Birmensdorf
    Rennen stoppen. Fahrer entsprechend ihrer Abstände zum Vordermann wieder starten lassen. Es hat ja genug Verantwortliche bei einem solchen Anlass. Wo ist das Problem?
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