Verdacht bestätigt: Hilfsmotor im Rad

Die Belgierin Femke van den Driessche war bei einem Quer-WM-Rennen der U23 tatsächlich mit einem Hilfsmotor unterwegs.

Femke van den Driessche bei einem Aufstieg.

Bildlegende: Nicht die Feine Art Femke van den Driessche trickste an der U23-WM beim Material. Imago

Femke van den Driessche hat Geschichte geschrieben – jedoch eine wenig rühmliche. Die Belgierin sorgte für den ersten Fall von «technologischem Betrug» bei einem grossen Radsport-Event. Der üble Verdacht vom Samstag habe sich bestätigt, gab der Weltverband UCI am Sonntag bekannt. «Es ist kein Geheimnis, dass ein Motor gefunden worden ist. Wir glauben, dass es tatsächlich technologisches Doping war», sagte UCI-Präsident Brian Cookson.

Van den Driessche galt bei der WM in Heusden-Zolder (Be) als Topfavoritin, hatte das Rennen aber frühzeitig abgebrochen. Danach wurde ihr Rad konfisziert. Kontrolleure überführten die 19-Jährige schliesslich der verbotenen Nutzung eines Hilfsmotors, der im Rahmen des Velos montiert gewesen sei.

«  Wir glauben, dass es tatsächlich technologisches Doping war. »

Brian Cookson
Präsident UCI

Die UCI hatte erst Anfang des Vorjahres ihren Strafenkatalog um den Punkt «technologischer Betrug» erweitert. Fahrer werden mit sofortiger Disqualifikation, einer anschliessenden Sperre von mindestens 6 Monaten und Strafzahlungen zwischen 100'000 und 1 Million Franken belegt.

Video «Dieses Rad soll einen Hilfsmotor im Rahmen eingebaut haben (Quelle: EVS)» abspielen

Femke van den Driessche bricht das WM-Rennen ab (Quelle EVS)

0:11 min, vom 31.1.2016