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Rad Winfrey bestätigt Armstrong-Geständnis

Ex-Radprofi Lance Armstrong hat in einem aufgezeichneten TV-Interview eine Doping-Beichte abgelegt. Dies bestätigte die US-Star-Talkerin Oprah Winfrey, die das Gespräch mit dem 41-jährigen Texaner geführt hatte.

Winfrey bestätigte Medienberichte, wonach Armstrong im Interview mit ihr Doping-Missbrauch eingestanden habe. Die Talkmasterin äusserte sich aber nicht zu Einzelheiten des Gesprächs mit Armstrong und liess insbesondere offen, ob er Reue gezeigt habe.

Das Interview wurde am Montag aufgezeichnet und soll am Donnerstag und Freitag in zwei Teilen ausgestrahlt werden.

Armstrong will Namen nennen

Im Gespräch mit Winfrey soll Armstrong erstmals zugegeben haben, verbotene Mittel eingenommen zu haben, um die Tour de France zu gewinnen. Schon vor der Aufzeichnung der Sendung war durchgesickert, dass Armstrong ein Doping-Geständnis plane.

Zudem soll der 41-jährige Texaner in Erwägung ziehen, weitere Doping-Sünder und -Verantwortliche zu entlarven, um seine lebenslange Sperre zu reduzieren.

Sämtliche Titel verloren

Armstrong war im vergangenen Jahr wegen Dopings als 7-facher Tour-de-France-Gewinner abgesetzt und lebenslang gesperrt worden. Zuvor hatte ihm die US-Anti-Doping-Agentur USADA durch umfangreiche Ermittlungen systematisches Doping nachgewiesen.

Legende: Video «Radsportlegende Armstrong lebenslänglich gesperrt» abspielen. Laufzeit 2:24 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.10.2012.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Ricardo Campanile, Enselweg 4, 2556 Schwadernau
    Ich bin ein sehr grosser Fan des Radsportes und verfolge die grossen Touren immer Live, vor allem die Tour de France. Bis heute habe ich stets geglaubt, dass Lance Armstrong einer der wenigen ist, der ohne gedopt zu haben, die Tour gewonnen hat. Als er noch aktiv dabei war, habe ich diesen Mann vergöttert. Aber das er wegen Doping überführt wird, hätte ich nie erwartet. Ich denke, die Touren sollten weniger anspruchsvoll sein, damit man Sie ohne Doping gewinnen kann. Dies schadet dem Radspor...
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    1. Antwort von Markus Wahl, Shwarzenburg
      Es ist nicht die Härte, Länge oder der durchschnittlich gefahrene km-Schnitt. Diese Anforderungen sind durch die Jahrzehnte praktisch gleich geblieben. Es liegt meiner Meinung nach daran, dass die Sportler in einer eigenen Welt leben und denken ihre Sphäre sei ein rechtsfreier Raum. Diese Einstellung wird ihnen schon im Juniorenalter beigebracht. Ich traure um den Radsport, habe mich zu lange den Helden hingegeben und sie bewundert (Pantani, Armstrong etc.). Leider war keiner sauber.
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    2. Antwort von M.Weber, Wetzikon
      Es spielt absolut keine Rolle wie anspruchsvoll eine Tour ist, man kann sie immer mit oder ohne Doping gewinnen. Entscheidend ist allein, ob die Gegner gedopt sind oder nicht
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  • Kommentar von A. Martini, Hunzenschwil
    Um jahrelang ein solch starkes Ding durchziehen zu können, braucht es starke Unterstützung! Und diese bekommst du nur von "höchster Stelle"! Die sogenannten Drahtzieher !!! Anders ist dies nie und nimmer möglich!!! Hier, in dieser Kette, ist das schwächste Glied gerissen und schon platzt die Luftblase. So einfach ist das !!!!!!! Dazu benötige ich keine grosse Theorie=Schulbildung! Meine Lebensschule reicht mir vollkommen !!!!!!!!!!!!!!!!!
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