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Reiten Pferde bleiben gesperrt: Guerdat nicht an der EM

Bittere Nachricht für Steve Guerdat: Weil die Pferde des Olympiasiegers von 2012 gesperrt bleiben, muss der 33-Jährige auf einen Start an der EM in Aachen verzichten.

Legende: Video Steve Guerdat nicht an der EM abspielen. Laufzeit 0:50 Minuten.
Aus sportaktuell vom 10.08.2015.

Nach einer weiteren Anhörung des internationalen Reitsport-Verbandes FEI bleiben Steve Guerdats Pferde Nino des Buissonnets und Nasa gesperrt. Dieser Entscheid hat Konsequenzen für den Olympiasieger von 2012: Weil Guerdat nicht mit seinen Spitzenpferden antreten darf, fehlt er im Aufgebot des Schweizer Teams.

Guerdat wäre nicht konkurrenzfähig gewesen.
Autor: Andy KistlerEquipenchef

«Nach dem Entscheid der FEI sind wir zum Entschluss gekommen, dass es nichts bringt, Guerdat für die EM zu nominieren. Er wäre nur mit Nino konkurrenzfähig gewesen», erklärte Equipenchef Andy Kistler. Sie hätten gekämpft bis zum Schluss und auch nachweisen können, dass Guerdats Pferd seit einigen Tagen sauber sei. «Deshalb sind wir sehr erstaunt über den Entscheid der FEI.»

Kistler betonte zudem, dass der Entschluss, auf Guerdat zu verzichten, in gegenseitiger Absprache getroffen worden sei. «Wir kommunizieren sehr offen miteinander.»

Dopingbefund seit Juli bekannt

Ende Juli ist bekannt geworden, dass bei Guerdats Pferden Doping-Substanzen gefunden worden waren. Der Schweizer betonte stets, dass der positive Befund auf eine Verunreinigung durch Futtermittel zurückzuführen sei. Während die Sperre gegen Guerdat selbst mittlerweile aufgehoben wurde, müssen seine besten Pferde weiterhin im Stall bleiben.

Rutschi rückt nach - Liebherr bleibt zuhause

Anstelle von Guerdat wurde Niklaus Rutschi mit Windsor XY nachnominiert. Er erhielt den Vortritt gegenüber Christina Liebherr. Die Selektionskommission hat ausserdem Romain Duguet (Quorida du Treho), Paul Estermann (Castlefield Eclipse), Martin Fuchs (Clooney III) und Janika Sprunger (Bonne Chance CW) für die EM aufgeboten. Welche 4 Reiter schliesslich antreten werden, wird einen Tag vor der ersten Wertungsprüfung bestimmt.

Sendebezug: Radio SRF 1, Nachrichten, 10.08.2015, 22:00 Uhr

11 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Moser, Biel
    Dass ich nicht lache. Sobald es um Doping geht ist alles verunreinigt. Die Doper (Reiter) spielen die Unschuldigen und Ahnugslosen. Es wird immer so sein, dass dort wo es um viel Geld und Ruhm geht, auch betrogen wird. Wer sich hier etwas vormacht, der ist doch ziemlich blauäugig. Der Reitsport ist nicht mehr oder weniger Dopingverseucht als andere Sportarten. Mit dem grossen Unterschied, dass hier ein Tier dazu missbraucht wird. Was doch sehr egoistisch und verwerflich ist.
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  • Kommentar von gerhard Himmelhan, 3904 Naters
    Grundsätzlich bin ich gegen den Springsport. Beim Springen wird das Pferd zum Springen gezwungen. In der Natur weicht das Pferd den Hindernissen aus und springt nur wenn keine andere Möglichkeit besteht oder das Hindernis sehr niedrig ist. Die Trainingsmethoden beim Springen sind manchmal bedenklich. Viele Springpferde leiden schnell unter Meniskusschäden und werden dann aussortiert. Beim Sprung müssen 500-600kg von den Vorderbeinen aufgefangen werden!!
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  • Kommentar von Sandra Sutter, Erlenbach
    Wir Schweizer sind nur dank Lug und Betrug erfolgreich.
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