Schütze Marcel Bürge tritt zurück

Der St. Galler Gewehrschütze Marcel Bürge tritt 42-jährig vom Spitzensport zurück. Der Weltmeister von 2002 im Dreistellungsmatch und dreifache Olympiateilnehmer begründet den Entscheid mit Motivationsproblemen und einem attraktiven Job-Angebot.

Marcel Bürge

Bildlegende: Marcel Bürge Der St. Galler (hier im Einsatz in London) tritt zurück. EQ Images

«Die letzten 20 Jahre im Spitzensport haben mich schon sehr müde gemacht», sagte Bürge. Mit der Frage nach dem Zeitpunkt des Rücktritts habe er sich seit den Olympischen Spielen von London immer wieder beschäftigt.

«Weltschütze des Jahres 2002»

Durch Bürges Abgang verliert Swiss Shooting auf dem Weg an die Sommerspiele nach Rio eines seiner Aushängeschilder. Der Lütisburger wurde nach seinem WM-Titel 2002 in Lahti als «Weltschütze des Jahres» ausgezeichnet. In nicht-olympischen Disziplinen liess der 49-fache Schweizer Meister weitere WM-Titel folgen. Über die 300-Meter-Distanz wurde er zum Medaillen-Hamsterer.

Die Olympischen Spiele haben Bürge allerdings nie Glück gebracht. 2004 in Athen (9. Liegendmatch) und 2012 in London (11. Dreistellungsmatch) verpasste er eine Final-Qualifikation (Top 8) jeweils knapp.