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Stucki über seinen Werdegang (Keystone-SDA)
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«Blick zurück»: 11. Mai 2003 Stucki oder der Startschuss zu einer grossen Karriere

Vor 17 Jahren feierte Schwingerkönig Christian Stucki mit dem Triumph am Emmentalischen Schwingfest in Wasen seinen ersten Kranzfestsieg.

Nach dem Premierensieg schrieb die nationale Sportagentur, dass Stucki wohl früher oder später ein ernsthafter Anwärter für den Gewinn des Schwingerkönig-Titels sein werde. Zu diesem Zeitpunkt dachte der damals 18-jährige Seeländer allerdings noch nicht so weit, dieser Erfolg habe ihm aber auf jeden Fall Auftrieb gegeben.

Als Stucki anfing, gab es noch keine Sponsoren

Allerdings sei für ihn der Sport im Sägemehl damals nicht alles gewesen. Stucki spricht gegenüber der Agentur Keystone-SDA «Jugendsünden» an: «Ich hatte viel Freude am Schwingen, wollte aber auch das Leben geniessen und mit Kollegen ausgehen.» Sponsoren gab es damals noch nicht.

Bis Pratteln mache ich sicher weiter. Dann schaue ich, wie es geht. Es ist aber sicher nicht unvorstellbar, eine weitere Saison anzuhängen.
Autor: Christian Stucki

Richtig Klick habe es nach dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2013 in Burgdorf gemacht, an dem er nach einer Niederlage im Schlussgang gegen Matthias Sempach den 2. Platz belegte. Nach diesem Erfolg ging er alles noch professioneller an. Im August 2019 gelang ihm mit dem Triumph am ESAF in Zug die Krönung.

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Aus dem Archiv: Stucki krönt sich zum Schwingerkönig
Aus sportpanorama vom 25.08.2019.
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Stucki plant die neue Saison

«Vielleicht hätte es eher geklappt, wenn ich früher mehr investiert hätte. Es ist ja aber dennoch gut herausgekommen, ich kann zufrieden sein mit meinen Erfolgen», sagt der 35-Jährige. So zieren 42 Kranzfest-Siege und 128 Kränze sowie der Titel «Schweizer Sportler des Jahres» sein eindrückliches Palmarès.

Dass er nun seine Leidenschaft wegen dem Coronavirus nicht ausleben kann – bis Ende August wurden sämtliche Kranzfeste abgesagt – sei «schon ziemlich schwierig». Es sei aber auch eine Erleichterung da, so Stucki: «Nun können wir auf die nächste Saison umplanen.»

Bis Pratteln 2022 macht Stucki sicher weiter

Führt die verlorene Saison dazu, dass er die Karriere nun um ein Jahr verlängern wird, schliesslich kann aus dem Schwingerkönig-Titel einiges Kapital geschlagen werden?

«Das habe ich mir auch schon überlegt. Bis Pratteln (dort findet 2022 das Eidgenössische statt, die Red.) mache ich sicher weiter. Dann schaue ich, wie es geht. Es ist aber sicher nicht unvorstellbar, eine weitere Saison anzuhängen.»

Zurzeit geniesst er es, nicht mehr so viele Verpflichtungen zu haben. Drei Tage pro Woche ist er als Lastwagenfahrer unterwegs, ansonsten kümmert er sich um die zwei Kinder und hilft seiner Frau «so gut als möglich» im Haushalt. «Das ist sicher ein positiver Aspekt der ganzen Krise», sagt Stucki.

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Die Auswirkungen der jüngsten Entscheide auf den Sport
Aus sportpanorama vom 03.05.2020.
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SRF zwei: sportpanorama, 03.05.2020, 18:30 Uhr;

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