Kilchberger Schwinget 2008: Stuckis Durchmarsch

Vor 6 Jahren hatte sich Christian Stucki am Kilchberger Schwinget mit einer beeindruckenden Leistung den Festsieg gesichert. Der Berner stellte dabei alle Konkurrenten in den Schatten und feierte seinen bisher grössten Erfolg. Eine böse Niederlage setzte es für die NOSV-Schwinger ab.

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Faszination Kilchberger Schwinget - auch bei Stucki und Sempach

4:08 min, aus sportpanorama vom 31.8.2014

Christian Stucki zählt schon seit Jahren zu den ganz grossen Namen im Schwing-Sport. Seinen bisher grössten Moment erlebte der Seeländer 2008, als er mit dem Festsieg am Kilchberger Schwinget einen der wichtigsten Schwing-Anlässe überhaupt für sich entscheiden konnte. Dafür reichte ihm im Schlussgang gegen seinen Verbands-Kollegen Matthias Sempach ein Gestellter zum Triumph.

Stuckis perfekter Weg in den Schlussgang

Den Grundstein zum grossen Triumph legte Stucki, der zuvor in der Saison 6 Kranzfestsiege feiern konnte, in den ersten 5 Gängen. Der Reihe nach besiegte er die Innerschweizer Martin Grab und Thomas Arnold, den Nordwestscheizer Thomas Zindel, den Bündner Toni Rettich und den Südwestschweizer Stefan Zbinden mit lauter Maximalnoten.

Sempachs Rückstand zu gross

Einen annähernd so beeindruckenden Wettkampftag zeigte Sempach. Der Emmentaler setzte sich auf dem Weg in den Schlussgang gegen Christoph Bieri, Daniel Bösch, Ueli Banz, Stefan Fausch und Philipp Laimbacher durch. Allerdings stieg er mit 0,50 Punkten Rückstand auf Stucki in die Entscheidung. Dieser verwaltete schliesslich seinen Vorsprung mit einem Gestellten souverän.

NOSV-Schwinger klar geschlagen

Während Stucki und Sempach für den ersten rein bernerischen Schlussgang seit 34 Jahren sorgten, setzte es für die anderen Teilverbände bittere Niederlagen ab. Vor allem die ambitionierten Nordostschweizer konnten nicht überzeugen. Die Leader Stefan Fausch und Arnold Forrer hatten den Bernern in Abwesenheit des verletzten Schwingerkönigs und Titelverteidigers Jörg Abderhalden nichts entgegenzusetzen.

Wenig besser erging es den Innerschweizern. Die grössten Hoffnungsträger Philipp Laimbacher und Martin Grab fielen bereits früh aus der Entscheidung. Der grosse Lichtblick war schliesslich Alois Schillig, der sich überraschend im 3. Rang klassierte.

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 31.08.14, 18:15 Uhr

Sieger am Kilchberger Schwinget

JahrNameOrt
2008Stucki ChristianOttiswil
2002Abderhalden JörgNesslau
1996Gasser NiklausBelp
1990Hasler EugenGalgenen
1984Schläpfer ErnstHerisau
1978Kopp HansEngelberg
1973Meli KarlWinterthur
1967Meli KarlWinterthur
1962Bühler HansBeromünster
1957 Münger HansBiel-Bözingen
1952Flach WalterWetzikon
1946Vogt PeterMuttenz
1936Marti OttoScheunen
1932Bürki WernerBümpliz
1927Hagmann FritzWinterthur-Seen

Schwingen live

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Den Kilchberger Schwinget können Sie am Sonntag ab 07:30 Uhr im Livestream und auf SRF zwei mitverfolgen.