Segeln: Olympiasieger Simpson tödlich verunglückt

Vor der Küste San Franciscos hat sich ein tödlicher Segel-Unfall ereignet: Der britische Olympiasieger Andrew Simpson ertrank bei einem Trainingsunfall im Rahmen des America's Cup.

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Segeln: Simpson tödlich verunfallt («tagesschau»)

0:50 min, vom 10.5.2013

Simpsons America's-Cup-Team Artemis Racing war mit dem Riesenkatamaran vom Typ AC 72 unterwegs, als das Boot auseinanderbrach. Während die meisten der 11 internationalen Crew-Mitglieder schnell geborgen und in Sicherheit gebracht werden konnten, blieb der 36-jährige Simpson etwa 10 Minuten unter dem Boot eingeschlossen. Wiederbelebungsversuche nach seiner Bergung blieben erfolglos.

«Unser gesamtes Team ist zutiefst erschüttert, unser Beileid von Herzen für Andrews Frau und seine Familie», sagte Paul Cayard, Geschäftsführer von Artemis Racing. «Das ist eine schockierende Erfahrung, die wir nun durchmachen.»

Ungeklärte Kenterungsursache

Simpson war erst im Februar als Stratege zum Team gestossen. Das schwedische Team Artemis ist einer der Herausforderer des amerikanischen Titelverteidigers Oracle beim 34. America's Cup, der in diesem Sommer vor San Francisco stattfindet. Ob und wie die Mannschaft ohne Simpson weitermacht, ist zurzeit ebenso unklar wie die genauen Ursachen für die Kenterung und den Bruch des Bootes bei frischen, aber nicht stürmischen Winden.

Ein Rettungsschwimmer berichtete dem San Francisco Chronicle, dass die Winde nur wenig über normal gewesen seien, Behörden zufolge sollen die Windgeschwindigkeiten um die 30 Stundenkilometer betragen haben.

Simpson gewann 2008 in Peking in der Star-Boot-Klasse Olympia-Gold, im vergangenen Sommer durfte er sich in London die Silbermedaille umhängen lassen.

Olympia-Dritter Craig Monk verletzt

Verletzt wurde bei der Havarie des High-Tech-Boots nach ersten Berichten der neuseeländische Olympia-Dritte Craig Monk. Er zog sich Verletzungen im Nackenbereich zu, die aber nicht lebensgefährlich sind.