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Skispringen Simon Ammann: Was treibt ihn noch an?

Simon Ammann startet am Wochenende in den Olympiawinter. Im Interview verrät der Toggenburger, wie es um seine Landung steht und wie stark ihn Pyeongchang bereits beschäftigt.

Simon Ammann.
Legende: Lässt den Blick in die Ferne schweifen Simon Ammann. Keystone

Gelöst und zuversichtlich steht Simon Ammann am Flughafen Red und Antwort. Die Reise wird den 36-Jährigen zur ersten Weltcup-Station nach Wisla (Pol) bringen – und im Februar (hoffentlich) an die Olympischen Spiele in Pyeongchang.

Das Feuer beim Doppel-Doppel-Olympiasieger brennt nach wie vor. «Ich reise mit einem guten Gefühl nach Wisla. Körperlich bin ich gut drauf», erklärt er kurz vor dem Abflug.

Mehr Sicherheit bei der Landung?

In den letzten beiden Jahren hatte Ammann vor allem mit der Landung zu kämpfen. Auch hier gibt er positive Signale: «Bei normalen Sprüngen ist es viel flüssiger geworden. Das wurde beim Sommer-GP auch schon von den Kampfrichtern positiv bewertet. Bei weiten Sprüngen stehe ich weiterhin vor einer grossen Aufgabe.»

Legende: Video Ammann: «Meine Landung ist ästhetischer geworden» abspielen. Laufzeit 05:10 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 16.11.2017.

Bis zu den Olympischen Spielen will Ammann weiter Fortschritte machen. Das Thema Olympia ist nicht zuletzt deshalb präsent, weil der Ostschweizer im Sommer einige Tage in Pyeongchang verbrachte. «Ich habe in 5 Tagen ca. 30 Sprünge gemacht, normalerweise sind es pro Woche 10-15. Es war sehr intensiv, aber auch hilfreich», so Ammann.

Ich muss sehr hart arbeiten, um überhaupt zum erweiterten Favoritenkreis zu gehören.
Autor: Simon Ammannüber die Olympischen Spiele

Noch viel wichtiger als der sportliche sei aber der gesellschaftliche Aspekt gewesen. «Die Umgebung hat mir extrem gefallen. Es war ein schöner Herbst und ich habe gut und sehr scharf gegessen», lacht der Routinier. Solche Erfahrungen seien ihm in Hinblick auf einen Grossanlass sehr wichtig.

Legende: Video Das sagt Simon Ammann über sein 20-Jahr-Jubiläum abspielen. Laufzeit 01:45 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 16.11.2017.

Wo steht Ammann im Februar?

Ammann ist sich aber bewusst, dass «ich sehr hart arbeiten muss, um überhaupt zum erweiterten Favoritenkreis zu gehören.» Was treibt ihn noch an? «Ich bin immer noch versessen darauf, den perfekten Sprung zu zeigen», bringt er es auf den Punkt.

Das wird eine ganz besondere Sache sein für mich.
Autor: Simon Ammannüber sein Jubiläum

Profitieren will er dabei auch von seiner Routine. Bei der Vierschanzen-Tournee in Oberstdorf wird Ammann im Dezember sein 20-jähriges Weltcup-Jubiläum feiern. «Ich kann jetzt schon sagen: Das wird eine ganz besondere Sache sein für mich», freut sich der Weltmeister von 2007.

Sendebezug: Radio SRF 4, Abendbulletin, 16.11.17, 17 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Graf (Josef Graf)
    Man kann es Simon Ammann nicht verargen, dass er nochmals zur Olympiade will. Er soll es einfach geniessen. Druck dürfte er keinen haben, weil realistisch gesehen keine Chance auf eine Medaille besteht. Weil in der Schweiz keine jungen Springer nachdrängen, nimmt er auch keinem den Startplatz weg. Für den nächsten Lebensabschnitt wäre es ihm zu gönnen, eine erfolgreiche Universitätsausbildung zu absolvieren. Durchaltewillen und Intelligenz dazu sind ja vorhanden.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Ja lieber Simon viel Glück! Es schmerzt zu sehen, das wenn er aufhört der Skisport wohl in der Schweiz aussterben wird. Verwunderlich ist das man es nicht geschafft hat, die Euphorie auf die Jungen zu Übertragen. Nach den Kombinierer stirbt wohl hier eine zweite Wintersportart!
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      @Daniele R.: Wenn in einer Sportart ein Überflieger (hier besonders passend) dabei ist, auf den sich Medien, Sponsoren, Verbände und Öffentlichkeit extrem fokussieren, kann es leider passieren, dass die Motivation möglicher Nachrückender gebremst wird. Die Euphorie, die Sie ansprechen, entsteht dann nicht für die konkrete Sportart als solche, sondern nur für den einen Sportler oder die eine Sportlerin. So könnte auch im Skispringen des Ausbleiben eines Booms erklärt werden.
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  • Kommentar von Benjamin Perez (Adelante)
    Sympathischer Mensch.
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