Zuversicht auf der Schanze, Sorgen abseits davon

Am 23. November startet im sächsischen Klingenthal der Skisprung-Weltcup 2013/2014. Im Interview äussert sich Disziplinen-Chef Bernie Schödler zum baldigen Ende der Ära Ammann und zur Befindlichkeit des Schweizer Skisprungs.

Im Schatten von Simon Ammann will Schödler den Nachwuchs an die Weltspitze heranführen.

Bildlegende: Schweres Erbe Im Schatten des vierfachen Olympia-Siegers Ammann will Schödler den Nachwuchs an die Weltspitze heranführen. Keystone

Den absehbaren Abgang der Skisprung-Ikone Ammann sieht Schödler nicht dramatisch. Zwar könne keine Nation einen «zweiten Simi» hervorbringen: «Seine Erfolge werden aber unvergessen bleiben, wir konnten viel lernen. Den Nachwuchsathleten dient er in der Olympia-Saison als Vorbild.»

Auf sportlicher Ebene blickt Schödler denn auch hoffnungsvoll in die neue Saison: «Im Rücken von Simon hat sich endlich wieder ein Team formiert, das um die Startplätze im Mannschaftsspringen kämpft.»

Infrastruktur unzureichend

Im Gegensatz zur sportlichen Professionalisierung während der Ära Ammann bedauert Schödler die Entwicklungen auf infrastruktureller Ebene: «Seit Jahren werden in der Schweiz Winterschanzen abgebaut, Klubs und Veranstalter sterben.»

Es gäbe zwar positive Tendenzen, aber es sei auch Aufgabe der Politik, diese zu realisieren. Deren Sinn mit dem Namen (und Abschied) Ammann zu verbinden, hält Schödler für «gefährlich».