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Sports Awards Hug: «Die Trophäe ist immer wieder eine grosse Motivation»

Rollstuhl-Leichtathlet Marcel Hug erfüllte sich diesen Sommer einen grossen Traum: In Rio holte er die lang ersehnten ersten beiden Paralympics-Goldmedaillen. Die Erfolge brachten ihm den Titel «Behindertensportler des Jahres» ein.

Legende: Video Dankesrede vom Marcel Hug abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
Aus sportlive vom 18.12.2016.

Dass Hug nach den Erfolgen von Brasilien zum 4. Mal in Serie und zum insgesamt 5. Mal als Behindertensportler des Jahres ausgezeichnet worden ist, entspricht deshalb der Logik. Hug brachte von den Paralympics nicht nur die goldenen Auszeichnungen aus den Wettkämpfen über 800 m und aus dem Marathon nach Hause, sondern zusätzlich noch zwei Silbermedaillen (1500 und 5000 m).

Höhepunkt einer erfolgreichen Karriere

Die Paralympics in Rio waren der bisherige Höhepunkt in der erfolgreichen Karriere von Marcel Hug. Der 30-jährige, in der Zentralschweiz lebende Thurgauer bezeichnete die Saison 2016 in seinem persönlichen Rückblick denn auch als erfolgreichste seiner 20-jährigen Laufbahn.

Legende: Video Hug holt Olympia-Gold über 800 m abspielen. Laufzeit 01:16 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 15.09.2016.

Die vier Medaillen von Rio waren nicht seine einzigen Erfolge: Gleich zum Auftakt der Saison unterbot er in den Vereinigten Arabischen Emiraten seinen eigenen Weltrekord über 5000 m um 4 Sekunden. Weil der Veranstalter es verpasste, die nötigen Formulare rechtzeitig einzureichen, wurde die Bestmarke aber nicht anerkannt. Darüber hinaus entschied Hug die Gesamtwertung der erstmals durchgeführten Städtemarathon-Serie «World Marathon Majors» für sich – mit notabene 6 (!) Siegen in Boston, London, Berlin, Rio, Chicago und New York.

Vorbild für junge Sportler

Hug ist längst einer der Stars in der Szene. Der mit einem offenen Rücken (Spina Bifida) geborene Athlet widmet sein Leben seit der Kindheit dem Sport und ist einer der wenigen Profis unter den Rollstuhl-Leichtathleten. Auch wegen seiner besonnenen Art geniesst er weitherum Respekt und gilt als Vorbild für den Rollstuhlsport.

Noch sind Hug die Ziele nicht ausgegangen. Kommendes Jahr peilt er den bereits 17 Jahre alten Weltrekord in seiner Paradedisziplin Marathon an. Und mit mindestens einem Auge schielt er bereits auf die Paralympics 2020 in Tokio.

Sendebezug: SRF 1, «Sports Awards», 18.12.2016, 20:10 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Warum dürfen behinderte Sportlerinnen und Sportler nie die Chance erhalten, den Gesamttitel "Sportler des Jahres" zu gewinnen? Die übrigen Sparten dürfen Kandidaten für den begehrten Gesamttitel "Sportler/Sportlerin des Jahres" antreten. Diese Chance sollten auch die Behinderten Sportler/innen haben dürfen - im Rechtsstaat Schweiz. Die Sportredaktion von SRF sollte mehr Gewicht auf den Behindertensport legen und so deren Athlet/innen beim Publikum bekannt und beliebt machen.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Herzliche Gratulation, lieber Herr Hug, zu ihrem Sieg in der Behindertensparte. Die Leistungen eines Behindertensportlers/einer Behindertensportlerin sind ohne Wenn und Aber höher zu gewichen, als diejenigen eines "normalen" Athleten, da die Behinderten durch ihr Handicap mehr Kraft und Ausdauer benötigen. Doch leider wird ihre Leistung nie so hochgejubelt wie sie es verdiente. Ich wünschte Ihnen so sehr, dass auch Sie einmal den Gesamttitel "Sportler des Jahres" gewinnen dürften.
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