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Sports Awards Marcel Hug: Die Krönung eines grandiosen Jahres

Marcel Hug gilt als stärkster Rollstuhl-Leichtathlet der Gegenwart. Der 31-Jährige setzt in seiner Sportart neue Massstäbe.

Legende: Video Hug: «Meine Freude ist riesig» abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.
Aus sportlive vom 10.12.2017.

Nachdem er im Jahr zuvor an den Paralympics in Rio de Janeiro seine ersten beiden Goldmedaillen gewonnen hatte, lief es dem Rollstuhl-Leichtathleten Marcel Hug auch 2017 wie geschmiert.

«Er ist noch stärker als in Rio. Er kann im Rennen Regie führen. Besser geht es kaum», resümierte Hugs Trainer Paul Odermatt diesen Sommer nach den Weltmeisterschaften in London. Hug holte die WM-Titel über 800, 1500 und 5000 Meter und zementierte seine Stellung als stärkster Rollstuhl-Leichtathlet der Gegenwart.

Legende: Video Marcel Hug – der schnellste Rollstuhl-Rennfahrer der Welt abspielen. Laufzeit 00:28 Minuten.
Aus sportlive vom 10.12.2017.

Jedes Jahr noch besser

Nicht nur physisch, sondern auch psychisch überzeugt der 31-jährige, in der Zentralschweiz lebende Thurgauer. Dank der Erfahrung von über 20 Jahren hat Hug mittlerweile das Gespür für jede Rennsituation. In kritischen Situationen habe er früher oftmals Fehler gemacht, nun könne er mit der nötigen Ruhe reagieren, so Hug.

Der mit einem offenen Rücken (Spina Bifida) geborene Athlet ist einer der wenigen Profis unter den Rollstuhl-Leichtathleten. Pro Woche wendet Hug durchschnittlich 30 Stunden auf – ein Wert, mit dem er sich vor anderen Spitzensportlern überhaupt nicht verstecken muss. Im Gegenteil.

5 Marathon-Siege und 3 Mal WM-Gold

Auch weil er seinen Sport mit hohem Aufwand betreibt, stellen sich die zahlreichen Erfolge ein. In diesem Jahr gewann Hug nicht nur dreimal WM-Gold, sondern auch die Marathons in Boston, Seoul, Berlin, Chicago und New York. Damit sicherte er sich zum zweiten Mal in Folge den Gesamtsieg in der «World Marathon Major Series», dem Zusammenschluss der grossen Städtemarathons. Quasi als Zugabe verbesserte er im Frühling seinen eigenen Weltrekord über 10’000 Meter.

Trotzdem gehen Hug die Ziele nicht aus. Im Visier hat er immer noch den Marathon-Weltrekord. Und bis zu den nächsten Paralympics dauert es auch nur noch zweieinhalb Jahre.

Sendebezug: Credit Suisse Sports Awards, SRF 1, 10.12.17, 20:05 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Sieben Mal Federer und kein einziges Mal eine behinderte Sportlerin oder Sportler. Das ist schon bemerkenswert. Federer hätte eigentlich aus eigener Initiative auf die Teilnahme verzichten können und einem anderen Sportler die Gelegenheit zum Titel geben können. Da hätte er Grösse gezeigt. Und an seiner Stelle hätte das menschenrechtslobende und tolerante Schweizer Fernsehen dem Fernsehvolk die Chanze bietn können, eine/n Behindertensportler/in zum Gesamtsieg zu verhelfen.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Fortsetzung: .....als die "normalen" Athlet/innen. Zudem müssen sie aufgrund ihrer Handicaps mehr Kraft und Energie für ihre Topleistungen aufwenden, als ihre normalen Kolleg/innen. Aber leider zählt in den Medien und beim dem, den Medien verfallenen Volk die nötige Wertschätzung. Wie sehr gönnte ich einem Sportler/einer Sportlerin aus der Behindertensparte den begehrten Titel, der ihnen OHNE WENN UND ABER ENDLICH ZUSTEHEN SOLLTE!!! Es muss nicht immer Federer sein!
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Ich gratuliere Marcel Hug von ganzem Herzen zu seinem erneuten Sieg in der Sparte Behindertensport. Er hat die Auszeichnung mehr als verdient. Aber auch die andern beiden behinderten Athleten/Athletin - so hoffe ich - werden einst die Siegeskrone in ihrer Sparte tragen. Aber es ist sehr bedauerlich, ja sogar ein Skandal, dass man die Behinderten immer absondert und sie nie für den Gesamttitel Sportler des Jahres nominiert. Die Behinderten erkämpfen weit mehr Gold- und andere Medaillen......
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