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Sports Awards Roger Federer ist «Sportler des Jahres»

Roger Federer ist 2014 nach einem Durchhänger und dem Absturz in der Weltrangliste bis auf Platz 8 beinahe wieder zu alter Stärke zurückgekehrt. Dies brachte dem 33-jährigen Baselbieter zum 6. Mal seit 2003 die Auszeichnung als «Sportler des Jahres» ein.

Legende: Video «Die Dankesrede von Roger Federer» abspielen. Laufzeit 3:50 Minuten.
Vom 14.12.2014.

Federer ist im eigenen Land schon für mehr nicht gewählt worden. 2005 und 2009 musste er sich an den Sports Awards trotz zweier gewonnener Major-Turniere mit dem Ehrenplatz begnügen.

Heuer gewann Federer zum zweiten Mal hintereinander kein Grand-Slam-Turnier, verdiente sich die Wahl aber trotzdem mit überragenden Leistungen.

Die erneute Chance auf die Nummer 1

Im Jahr 2014 gewann Federer fünf Turniere, unter ihnen die Events der obersten Kategorie von Cincinnati und Schanghai. Federer triumphierte am Heimturnier in Basel. Und er stand in sieben seiner letzten neun Turniere mindestens im Final.

Federer und Wawrinka posieren zusammen mit der Davis-Cup-Trophäe.
Legende: Auch das ein Meilenstein Roger Federers Triumph im Davis-Cup zusammen mit Stan Wawrinka. Keystone

Am Ende des Jahres folgte mit dem Team der historische Triumph im Davis-Cup. Kein anderer Tennisspieler gewann in der zweiten Saisonhälfte mehr Weltranglistenpunkte, was Federer im ersten Halbjahr 2015 die Möglichkeit eröffnen wird, als ältester Spieler der Geschichte nochmals die Nummer 1 zu werden. Nicht viel fehlte, und Federer hätte schon 2014 wieder den Thron bestiegen.

Episches Endspiel gegen Djokovic

In Wimbledon stand Federer gegen Novak Djokovic im Final. Er hätte das grösste und bedeutendste Turnier der Welt zum achten Mal gewinnen können: Es stand 3:3 im fünften Satz. Breakball Federer! Doch sein Rückhand-Passierball blieb knapp im Netz hängen. Dieser verlorene Ballwechsel kostete Federer wohl die Nummer 1.

Hätte er im Entscheidungssatz das erste Break geschafft, wäre ihm der 18. Grand-Slam-Titel seiner Karriere kaum mehr zu nehmen gewesen. Djokovic hätte 800 Weltranglistenpunkte weniger auf dem Konto, Federer 800 mehr, ergibt eine Differenz von 1600 Punkten. Ende Jahr betrug Djokovics Vorsprung auf Federer 1585 Punkte.

33 Siege als 33-Jähriger

Trotz der fehlenden ultimativen Krönung (Grand-Slam-Titel oder Nummer 1) legte Federer ein phänomenales Jahr hin. Im mittlerweile edlen Alter mutete sich der vierfache Vater mehr Spiele zu als die gesamte Konkurrenz.

Kein anderer Akteur auf der ATP-Tour gewann 2014 mehr Matches (73), siegte öfter gegen Top-10-Gegner (17-mal) und bestritt mehr Finals (11). Seit seinem 33. Geburtstag am 8. August feierte er in den letzten drei Monaten der Saison noch 33 Siege. Vor drei Jahren hatte Federer die Saison ähnlich stark beendet. Im Jahr darauf siegte er nochmals in Wimbledon und wurde erneut die Nummer 1.

Sendebezug: SRF 1, Sports Awards, 14.12.14 20:05 Uhr

Legende: Video «Federers 80. Turniersieg in Cincinnati» abspielen. Laufzeit 2:02 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 18.08.2014.
Legende: Video «Federers Triumph in Schanghai» abspielen. Laufzeit 4:16 Minuten.
Aus sportpanorama vom 12.10.2014.

16 Kommentare

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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Das Drehbuch hat gestimmt. Da der Davis-Cup-Sieg nicht wie der Fussball-WM-Titel der Junioren (2009) auf das nächste Jahr verschoben wurde, konnte es sich RF nicht leisten, in Dubai zu bleiben, sondern musste persönlich vor Ort sein, wie er selber gesagt hat. Die Team-Wahl war zum voraus klar, und durch sein gekonntes Auftreten und in Stans Abwesenheit konnte RF noch in der letzten Stunde Tausende von Zusatz-Stimmen holen. Sport ist Business, RF "verkauft" sich immer noch am besten.
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  • Kommentar von Michael, Bern
    die Wahl von Federer ist das einzig logische! Was er jedes Jahr leistet ist zwei bis drei Klasse über dem Rest! Dass Gisin gewählt wurde, ist ein Witz! Hat in einem Jahr 2min Glück und gewinnt Gold in der Abfahrt. Federer und Stan mussten über das ganze Jahr konstante Leistungen bringen, dass bringen einige andere Athleten auch, jedoch nicht auf diesem Niveau! Federer hätte schon vor Jahren einen special-award erhalten sollen und im Gegenzug aus den Sportsawards ausgeschlossen werden sollen!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Der Spitzensportler (Spitzenverdiener!) Roger Federer, ist also zum 6. (!) Mal zum "Sportler des Jahres" gewählt worden! Seine sportlichen Erfolge und seine immer sympathische Umgangsform mit ALLEN, ist bestimmt vorbildlich. Nur, hier, bei solchen "Götzen-Wahlen" im TV, kennen die Stimmendenden keinen "Neid" oder keine "Missgunst" über die x-Millionen, die pro Jahr mit dem Profisport eingefahren werden! Bei Unternehmer, die Tausende von Jobs schaffen, steht der Neid (Hass) aber zu vorderst!
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