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Sports Awards Wawrinka: «Ich bin sehr berührt»

Mit seinem Finalsieg an den French Open gegen den Dominator Novak Djokovic hat Stan Wawrinka für eine Sternstunde des Schweizer Sports gesorgt. Es war das Resultat eines kontinuierlichen Aufstiegs, das mit der Ehrung zum «Sportler des Jahres» seinen Höhepunkt fand.

Legende: Video «Wawrinka: «Ich bin sehr stolz»» abspielen. Laufzeit 4:01 Minuten.
Vom 13.12.2015.

Es war einmal ein Tennisspieler, der von sich selber sagte: «Ich bin der Schweizer, der verliert.» Diese Zeiten sind längst vorbei. Zwölf Jahre, nachdem er auf der Profitour debütiert hatte, gewann Stan Wawrinka 2014 in Melbourne sensationell sein erstes Grand-Slam-Turnier.

Legende: Video «Wawrinkas grosser Triumph an den French Open» abspielen. Laufzeit 6:51 Minuten.
Vom 07.06.2015.

Die Bestätigung an den French Open

In diesem Jahr bestätigte er diesen Exploit nicht nur, er machte sogar einen weiteren Schritt nach vorne. Wie er im Final der French Open Überflieger Novak Djokovic dominierte, begeisterte nicht nur die Schweizer Tennisfans. Als Lohn wurde er nun zum Sportler des Jahres gewählt.

Der 30-jährige Waadtländer aus Saint-Barthélemy – dem 777-Einwohner-Dörfchen, aus dem auch Lucien Favre stammt – galt lange als einer, der in entscheidenden Momenten das Nervenflattern kriegt. Auch das war einmal. Als er auf dem Pariser Sand Matchball hatte, peitschte er ohne mit der Wimper zu zucken einen seiner unnachahmlichen Rückhand-Bälle am machtlosen Djokovic vorbei.

Legende: Video «Wawrinka nach der Show (auf Französisch)» abspielen. Laufzeit 1:34 Minuten.
Vom 13.12.2015.

Aus Federers Schatten herausgetreten

Auch bei den anderen grossen Turnieren überzeugte der Romand. Als einziger neben Djokovic, der die übrigen drei Grand-Slam-Events für sich entschied, erreichte er bei allen Major-Turnieren mindestens die Viertelfinals. In Melbourne unterlag Wawrinka im Halbfinal Djokovic, in Wimbledon im Viertelfinal Richard Gasquet und an den US Open im Halbfinal Roger Federer.

Aus dem Schatten Federers ist er längst herausgetreten. Mit seinen Ecken und Kanten, seinen Schwächen und Emotionen hat er sich in die Herzen der Schweizer gespielt. Vor allem, da er jetzt der Schweizer ist, der gewinnt.

Wawrinka freut sich über seine Nominierung

Stan est nominé comme sportif de l’année 2015. Il aura besoin du soutien de ses fans le 13 decembre lors de l’émission sur RTS, SF et RSI.#VotezStan

Posted by Stan Wawrinka, Link öffnet in einem neuen Fenster on Freitag, 4. Dezember 2015, Link öffnet in einem neuen Fenster

Sendebezug: SRF 1, «Sports Awards», 13.12.2015 20:05 Uhr

3 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Gunz, Münchwilen
    Ich hätte gerne einmal Daniel Hubmann und Andy Schmid unter den 5 letzten Kandidaten gesehen. Sie haben riesige Erfolge gefeiert und sind die Weltbesten ihrer Sportart. Aber leider sind Handball und Orientierungslauf nicht so Medienpräsent wie Tennis und Wintersport. Trotzdem Gratulation an Stan!
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  • Kommentar von joe johnson, solothurn
    super stan! voll verdient! freuen wir uns auf 2016!
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  • Kommentar von Hans Mayer, Olten
    Schade dass in einer Sendung in der man eigentlich zeigen könnte wie sportlich vielfältig die Schweiz ist nur auf dem Fussball rumhackt. Ich bin selber ein Fussballfan aber der Fussball hat schon sonst eine riesige Sendezeit. Man könnte auch mal andere Sportarten die nicht viel gezeigt werden(Handball, Triathlon usw.) in den Mittelpunkt rücken. Stattdessen wird in jeder Reportage nur Fusball gezeigt....Skisport fast nicht gesehen;vom Eishockey wenigstems diesen Jungen aber sonst nur Fussball....
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