Zum Inhalt springen

Triathlon Ryf bei Hawaii-Debüt Zweite

Daniela Ryf hat bei ihrer Premiere an der Ironman-WM in Hawaii den starken 2. Platz belegt. Die Solothurnerin musste sich nur Vorjahressiegerin Mirinda Carfrae aus Australien geschlagen geben. Bei den Männern triumphierte der Deutsche Sebastian Kienle.

Legende: Video Zusammenfassung Ironman Hawaii abspielen. Laufzeit 2:45 Minuten.
Aus sportpanorama vom 12.10.2014.

Daniela Ryf zeigte eine famose Leistung und erreichte nach einer eindrucksvollen Solo-Vorausfahrt auf der 180 km langen Radstrecke und einem immer noch guten Marathon (3:07 Stunden) hinter Titelverteidigerin Mirinda Carfrae den 2. Rang. Ryf führte das Rennen von Radkilometer 40 bis rund 7 km vor Ende des Marathons an.

Die laufstarke Australierin Carfrae fing mit dem klar besten Laufsplit von 2:50:26 Stunden die Schweizer Ironman-Newcomerin 7 Kilometer vor dem Ziel ab und kam zu ihrem 3. Ironman-WM-Titelgewinn. Carfrae verbesserte ihren eigenen Marathon-Rekord in Kona um 12 Sekunden.

Die «Wand» bei Laufkilometer 30

Ryf stand erstmals in dieser Saison nicht zuoberst auf dem Podest eines Triathlons. Die Europa- und Weltmeisterin über die halbe Ironman-Distanz (70.3) hat erst 2 Ironman-Wettkämpfe vor Kona bestritten (Siege Ende Juli in Zürich und 4 Wochen später in Kopenhagen).

Legende: Video Interview mit Daniela Ryf abspielen. Laufzeit 1:02 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 12.10.2014.

«Es lief eigentlich nach Plan. Ich war zuversichtlich, dass meine 14 Minuten Vorsprung in der zweiten Wechselzone auf Carfrae nach dem Radfahren reichen würden», so die Solothurnerin.

Doch die Reserve sollte nicht zum Triumph reichen: «Bei Kilometer 30 lief ich in eine 'Wand' hinein. Ich ass wohl eine Spur zu wenig. Dennoch kann ich mit Rang 2 super zufrieden sein.»

Wenn Platz 5 eine Enttäuschung ist

Caroline Steffen klassierte sich als zweitbeste Schweizerin im 5. Rang. Für Steffen, die schon zweimal Zweite auf Kailua-Kona war, ist es der dritte 5. Rang in Kona.

Legende: Video Interview mit Caroline Steffen abspielen. Laufzeit 0:47 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 12.10.2014.

Dennoch hatte Steffen selbst den Anspruch, das Rennen zu gewinnen. «Ich ging eigentlich mit einem positiven Gefühl ins Rennen. Aber ich hatte irgendwie leere Beine auf der zweiten Marathonhälfte. Schon das Radfahren war nicht ganz nach Wunsch gelaufen.»

Schildknecht auf Rang 12

Bei den Männern gewann der Deutsche Sebastian Kienle in 8:14:18 Stunden mit mehr als 5 Minuten Vorsprung vor dem Amerikaner Ben Hoffmann. Mit Ronnie Schildknecht belegte der einzige Schweizer Profi in 8:33:35 Platz 12.

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgenbulletin, 12.10.14, 07:08 Uhr

Männer: 1. Sebastian Kienle 8:14:18 (54:38/4:20:46/2:54:36). 2. Ben Hoffmann (USA) 8:19:23. 3. Jan Frodeno (De) 8:20:32.

Ferner: 12. Ronnie Schildknecht 8:33:35.

Frauen: 1. Mirinda Carfrae (Au) 9:00:55 (1:00:14/5:05:48/2:50:26). 2. Daniela Ryf (Sz) 9:02:57 (56:55/4:54:33/3:07:00). 3. Rachel Joyce (Gb) 9:04:23.

Ferner: 5. Caroline Steffen (Sz) 9:12:43 (56:53/5:02:03/3:08:43). 13. Simone Brändli 9:32:33. 24. Natascha Badmann 9:50:37.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Tscharner, Zürich
    Ryf kann ja nächstes Wochenende sicherlich bereits wieder einen nächsten Ironman absolvieren.... Gratulation an Caroline Steffen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von AEG, Möriken
      Was ist überhaupt das Problem? Sind alle Topleistungen nur mit Doping zu erklären. Daniela musste noch einen Ironman erfolreich bestreiten, ansonsten hätte sie in Hawaii gar nicht mitmachen können. Ich finde diesen Neid einfach nur Schade. Wenn die Schweizer gut sind nehmen diese Doping, wenn sie die Leistung nicht bringen ist es normal, dass sie versagen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Tscharner, Zürich
      @AEG: ich bin sonst zu 100% der Ansicht, dass man immer davon ausgehen soll, dass alle Topleistungen sauber erzielt wurden! Dieser Fall erscheint mir einfach seltsam. Sorry dafür. Jeder IM Athlet kennt den Erholungsbedarf nach einer Langdistanz... Hören sie sich auch mal Interviews von Caroline an.... Für was oder von was erholen sich dann die anderen Athleten? Naja - vielleicht tue ich ihr ja unrecht - ich hoffe es gar!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von AEG, Möriken
    Ich gratuliere allen SchweizerInnen zu diesem Erfolg. Schade, dass es für Daniela nicht ganz gereicht hat. Ich hoffe jedoch, dass ich Daniela und die auch andere beim nächsten Ironman in Zürich sehen werde. Es ist als Triathlete etwas spezielles, wenn man mit diesen Sportlern einen Wettkampf bestreiten darf.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen