Ein Spätzünder wird Schweizer Pionier in der Bundesliga

Volleyballtrainer Timo Lippuner macht mit einem Engagement in der Bundesliga den nächsten Riesensatz in seiner Karriere. Dabei ist er noch gar nicht lange im Geschäft.

Timo Lippuner gibt Aesch-Pfeffingen nach knapp dreieinhalb Jahren als Cheftrainer ab. Parallel zu seinem Amt als Schweizer Nationalcoach übernimmt er den Bundesligisten Rote Raben Vilsbiburg.

In seiner Wirkungszeit bei den Baselbieterinnen konnte sich der 36-Jährige einen ansehnlichen Leistungsausweis erarbeiten. Er führte das Team vom letzten Rang an die Spitze der NLA. Auch sonst ist sein eingeschlagener Weg bemerkenswert:

  • Mit 18 Jahren und nur 1,80 Meter Körperlänge fand Lippuner einst zum Volleyball und tanzte dabei im Geschäft der Hünen aus der Reihe. Nur ein Jahr später wechselte der Spätzünder bereits ins Trainermetier.
  • 80 bis 90 Prozent aller Bundesliga-Spiele sowie der Partien der italienischen und französischen Meisterschaft schaute sich Lippuner in dieser Saison an. Dabei saugte er sich das Wissen regelrecht auf.
  • 5 Prozent beziffert er die Chance, dass sein Engagement bei Aesch-Pfeffingen zumindest noch um ein paar Tage verlängert wird. Seine Equipe fordert am Mittwoch im «David-gegen-Goliath»-Vergleich Serienmeister Volero Zürich im 3. Playoff-Finalspiel (Stand der Serie: 0:2). Die Partie gibt es ab 19:20 Uhr im kommentierten Web-only-Livestream.

Hören Sie in unserem Audio-Beitrag zudem Lippuners Einschätzung, wie sich die Arbeit mit einem Frauenteam vom Führen einer Männermannschaft unterscheidet.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 25.04.2017 18:45 Uhr