Ferrari-Chef Di Montezemolo tritt zurück

Machtwechsel bei Ferrari: Ferrari-Boss Luca di Montezemolo hat per 13. Oktober seinen Rücktritt erklärt. Sein Amt übernimmt der bisherige Fiat-Präsident Sergio Marchionne.

Ferrari-Chef Luca di Montezemolo greift sich mit der linken Hand an die Stirn.

Bildlegende: Tritt von seinem Amt zurück Luca di Montezemolo. EQ Images

Nach 23 Jahren als Präsident von Ferrari wird Di Montezemolo in etwas mehr als einem Monat von seinem Amt zurücktreten. Am Rande des Formel-1-GP von Italien vergangenes Wochenende hatte der Patron dies noch vehement dementiert.

Der Rücktritt hängt offenbar mit unterschiedlichen Ansichten zur Strategie zusammen. Der kommende Chef Marchionne wird Ferrari, das zu 90 Prozent der Fiat-Gruppe gehört, womöglich nicht mehr derart selbstständig gewähren lassen wie bislang.

Durststrecke bei Ferrari

Sportlich fährt Ferrari den eigenen Ansprüchen seit geraumer Zeit hinterher. Der Rennstall aus Maranello holte 2008 zum letzten Mal den WM-Titel der Konstrukteure, als letzter Fahrer hatte Kimi Räikkönen im Jahr davor in der Gesamtwertung triumphiert. Das Heimrennen vom letzten Wochenende verlief ebenfalls nicht nach Wunsch. Räikkönen wurde Neunter, Fernando Alonso musste aufgeben.

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