FIA gibt grünes Licht für «Halo»

Der umstrittene Cockpitschutz «Halo» soll ab 2018 für mehr Sicherheit in der Formel 1 sorgen.

Ferrari

Bildlegende: Brett vorm Kopf? Sebastian Vettel testete den «Halo» 2016 in Abu Dhabi. Imago

Der Automobil-Weltverband FIA hat grünes Licht für die Einführung des Formel-1-Cockpitschutzes «Halo» zur kommenden Saison hin erteilt. Der «Halo», übersetzt «Heiligenschein», hat sich damit gegen die Cockpit-Schutzscheibe «Shield» durchgesetzt. Mit einem Cockpitschutz soll die Gefahr für die Fahrer bei herumfliegenden Teilen vermindert werden.

9 von 10 Teams gegen «Halo»

«Halo» basiert auf einem ringförmigen Bügel, der in der Mitte an einer Strebe des Rennwagens fixiert ist und sich über den Helm des Piloten spannt. Medienberichten zufolge sprachen sich 9 der 10 Formel-1-Teams gegen «Halo» aus. Die FIA votierte dennoch für den «Heiligenschein». Der Beschluss muss noch vom Automobil-Weltrat abgesegnet werden.

Vor knapp einem Jahr hatte eine Strategiegruppe den «Halo» noch abgelehnt und dies mit dem engen Zeitrahmen sowie der Notwendigkeit praxisnaher Tests begründet. Laut einer FIA-Studie soll die Überlebenschance durch den «Halo» in verschiedenen Unfallszenarien um 17 Prozent steigen.