Hamilton holt die Pole in Spa

Turbulentes Qualifying zum GP Belgien in Spa: Bei teils starken Regenfällen hat Mercedes-Pilot Lewis Hamilton die Pole Position geholt. Weltmeister Sebastian Vettel komplettiert am Sonntag die erste Startreihe. Sauber-Fahrer Nico Hülkenberg verpasste die Top 10 knapp.

Für den WM-Vierten Lewis Hamilton ist es die 4. Pole Position in Folge, die 5. insgesamt schon in diesem Jahr. Vor der Sommerpause hatte der 28-Jährige in Ungarn von Startplatz 1 aus seinen 1. Sieg im Mercedes gefeiert.

«Es fühlt sich so, als würde ich so gut wie nie
fahren», meinte Hamilton nach der 31. Pole seiner Karriere.

Neben dem Briten geht Weltmeister Sebastian Vettel ins Rennen vom Sonntag. Der Deutsche Red-Bull-Fahrer büsste rund 2 Zehntel auf Hamilton ein. Die 1. Startreihe bestehend aus dem Duo Hamilton/Vettel hatte es auch schon in den letzten beiden GP in Deutschland und Ungarn gegeben.

Regen führte zu grosser Spannung

Lange Zeit hatte es allerdings nicht nach dieser Start-Konstellation ausgesehen. Grund dafür war das ständig wechselnde Wetter. Zu Beginn des 1. und just vor dem Start zum 3. Teil des Qualifyings ging teils heftiger Regen über der Strecke nieder. In den letzten Minuten lösten sich mehrere Fahrer an der Spitze ab - Hamilton entschied den Dreikampf gegen Vettel und dessen Teamkollege Mark Webber (3. Rang) im allerletzten Moment für sich. «Es fühlt sich so, als würde ich so gut wie nie fahren», freute sich der Mann der Stunde.

Hülkenberg knapp ausserhalb der Top 10

Sauber-Pilot Nico Hülkenberg scheiterte im 2. Qualifying-Abschnitt als 11. Den Deutschen trennten vom 10. Platz - den zu dieser Zeit Hamilton belegt hatte - lediglich 21 Tausendstelsekunden.

«Anscheinend habe ich ein Abonnement auf elfte Plätze», resümierte Hülkenberg scherzhaft. Die gleiche Position hatte er in dieser Saison schon vor den Grands Prix von Australien und Monaco eingenommen.

Gutierrez: «Falscher Entscheid»

Opfer eines taktischen Fehlers wurde Esteban Gutierrez. Der Mexikaner musste bei nassen Bedingungen auf die Piste und hatte dann mit gebrauchten Reifen keine Chance mehr auf eine gute Klassierung. Gutierrez musste sich mit dem 21. und vorletzten Platz begnügen.

«Das war der falsche Entscheid. Als die Strecke abzutrocknen begann, waren die Pneus nach einer Runde ruiniert», bilanzierte Gutierrez