Hamilton krönt sich in Austin zum Weltmeister

Lewis Hamilton hat sich dank seinem Sieg beim GP USA in Austin zum 3. Mal den WM-Titel geholt. Der Brite kann 3 Rennen vor Schluss nicht mehr eingeholt werden.

Hamilton steht nach 2008 (mit McLaren) und 2014 zum 3. Mal in seiner Karriere als Weltmeister fest. Dank seinem 43. GP-Sieg kommt der 30-jährige Brite auf 327 Punkte und kann in den verbleibenden Rennen in Mexiko, Brasilien und Abu Dhabi nicht mehr abgefangen werden.

«  Das ist der grösste Moment in meinem Leben. »

Lewis Hamilton

Der in Führung liegende Nico Rosberg (neu 247 Punkte) hatte seinem Teamkollegen mit einem Fahrfehler in der 49. Runde den Weg zum Sieg geebnet. Es war der 20. Doppelerfolg des Mercedes-Duos.

Hamilton jubiliert – Rosberg angefressen

«Das ist der grösste Moment in meinem Leben. Ich bin überwältigt und erinnere mich an meine erste britische Meisterschaft. Und jetzt bin ich dreifacher Weltmeister», sagte ein überwältigter Hamilton. Mit dem 3. Titel zog er mit seinem grossen Idol Ayrton Senna und seinem Landsmann Jackie Stewart gleich.

Völlig bedient war Rosberg. «Das ist sehr enttäuschend, unglaublich», sagte er und attackierte Hamilton für dessen angeblich unfairen Angriff beim Start. «Ich glaube, ich habe ein Recht auf ein Stück Strecke», sagte der 30-Jährige und nannte Hamilton nur «meinen Teamkollegen». «Ich bin schwer genervt, dass er mich da verhungern lassen will, sogar in mich reinfährt», meinte Rosberg.

Vettels Aufholjagd reicht nicht

Hamiltons Teamkollege hätte die Entscheidung vertagen können und Landsmann Sebastian Vettel im Ferrari auf der Schlussrunde vorbeiziehen lassen. Rosberg behielt jedoch die Nerven. Der wegen Motorenwechsels strafversetzte Vettel zeigte zwar eine tolle Aufholjagd und stiess von Startplatz 15 auf den 3. Schlussrang vor. Der Deutsche hätte aber Zweiter werden müssen, um die vorzeitige Titel-Feier von Hamilton zu verhindern.

Red Bull bot den Silberpfeilen nur zu Rennbeginn Paroli. Der Russe Daniil Kwjat setzte sich in der 15. Runde mit dem «Überholmanöver des Jahres» (SRF-Experte Michael Stäuble) vorübergehend an die Spitze. Mit der zunehmend trockeneren Strecke sanken die Chancen der beiden Red-Bull-Piloten jedoch. Der Australier Daniel Ricciardo wurde Zehnter, Kwjat crashte in der 43. Runde und schied aus.

Sauber punktet trotz Malheur

Das Sauber-Team, das im Qualifying wenige Stunden zuvor keine Stricke zerrissen hatte, schien schon früh auf verlorenem Posten. In der 2. Runde kollidierten Marcus Ericcson und Felipe Nasr. Der Frontflügel des Brasilianers wurde dabei stark beschädigt.

Der Schwede rollte nach 27 Runden aus. Nasr holte als 9. von noch 12 verbliebenen Autos aber doch noch 2 WM-Punkte. Der 400. GP bescherte Sauber somit spät ein unerwartetes Erfolgserlebnis.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 25.10.2015, 19:30 Uhr