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Formel 1 Hülkenberg kritisiert Sauber scharf

Nico Hülkenberg geht mit seinem ehemaligen Arbeitgeber hart ins Gericht. Der Deutsche, der sich 2013 im Unfrieden von Sauber trennte, verurteilt das Vorgehen des Hinwiler Rennstalls im Fall Van der Garde. Verschiedene Formel-1-Experten stützen seine Meinung.

Legende: Video « Sauber-Streit geht in die nächste Runde» abspielen. Laufzeit 2:10 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 13.03.2015.

Er sei nicht überrascht von den Geschehnissen um das Sauber-Team, sagte Nico Hülkenberg im Rahmen der freien Trainings zum GP von Australien. «Weil ich einmal Teil des Teams war und weil ich weiss, wie es da zugeht», erklärte der Deutsche gegenüber dem TV-Sender Sky. Der Force-India-Pilot warf Sauber damit indirekt vor, schon seit längerer Zeit zu vielen Fahrern gleichzeitig ein Cockpit zu versprechen.

Lauda fordert Cockpit für Van der Garde

Die heftige Kritik Hülkenbergs stiess bei TV-Experte Marc Surer auf offene Ohren. Der Schweizer bezeichnete den Rechtsstreit um Giedo van der Garde als «Trauerspiel». Surer stützte Hülkenbergs Standpunkt mit folgender Aussage: «Wir wissen, dass Sauber seit einiger Zeit ums Überleben kämpft, dass sie knapp bei Kasse sind und alle Mittel in Bewegung setzen, damit sie es überstehen.» Dies sei nun offenbar schiefgegangen.

Ex-Weltmeister Niki Lauda forderte Team-Chefin Monisha Kaltenborn gar dazu auf, sich zu entschuldigen und Van der Garde fahren zu lassen. «Es ist absolut unfair und falsch, Verträge zu machen, die man nicht einhält», sagte der Aufsichtsrat des Mercedes-Teams dem Fachportal motorsport-magazin.com.

Legende: Video «Toto Wolff: «Kenne die Verträge nicht»» abspielen. Laufzeit 0:46 Minuten.
Vom 13.03.2015.

«Auch dieser kleine Tsunami wird vorübergehen»

Mercedes-Teamchef Toto Wolff äusserte sich vorsichtiger. Mit vorschnellen Verurteilungen wolle er sich zurückhalten, da er nicht im Detail wisse, welche Verträge unterschrieben worden seien. «Es sind natürlich keine News, die wir am ersten Rennwochenende der Saison brauchen. Aber auch dieser kleine Tsunami wird vorübergehen», sagte Wolff gegenüber SRF.

Es sei keine ideale Situation für die Formel 1, das liesse sich durchaus sagen, meinte auch Maurizio Arrivabene. «Das ist eine komplexe Situation», befand der Teamchef von Ferrari. Auch wenn Sauber mit Ferrari-Motoren fahre und dadurch Kunde sei, herrsche Unabhängigkeit zwischen der «Scuderia» und Sauber, stellte er klar.

Sendebezug: SRF 1, Tagesschau, 13.03.2015, 12:45 Uhr

Legende: Video «Maurizio Arrivabene über die Probleme bei Sauber» abspielen. Laufzeit 1:24 Minuten.
Vom 13.03.2015.

13 Kommentare

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  • Kommentar von rdg, goldau
    Wenn man privat so gschieren würde wäre schon lange Feierabend
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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn, Winterthur
    Ich weiss nicht, wieso so angeblich kluge Leute wie Niki Lauda, sehr erfahren mit der Führung von Airlines wie Lauda air und niki, sich anmassen, wohl ohne was zu wissen, viel zu sagen. Wenn ich in meiner Firma einen Mitarbeiter nicht mehr brauche - egal ob zu Recht oder zu Unrecht - er kriegt keine Arbeit mehr. Wie soll van der Garde ohne Unterstützung des Teams fahren? Such wenn der Wagen beschlagnahmt wäre, kann van der Garde nicht fahren. Ergo: Worum geht es denn? Macht? Eigenes Team?
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  • Kommentar von Dietrich, Gümligen
    Warum hüllt sich eigentlich Peter Sauber in stilles Schweigen. Kein Kommentar, keine Erklärungen, nichts. Es war ja eigentlich sein Werk, das jetzt deb Bach abgeht.
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    1. Antwort von Dany B, Willisau
      Wenn jeder Unternehmer in einer Krise das Handtuch werfen würde, wären wir alle arbeitslos. Wenn Sie es besser wissen und können...dann tun Sie es doch einfach...schaffen sie Arbeitsplätze in einem Hightech unternehmen und seien Sie erfolgreich...und dann lassen Sie uns alle an Ihrem Erfolg teilhaben......oder schweigen sie......
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