Keine Bonuspunkte am WM-Finale

Im Vergleich zum Vorjahr fallen die Änderungen im Reglement für die Formel-1-WM eher moderat aus. Unter anderem werden beim Saison-Finale keine doppelten WM-Punkte mehr verteilt.

Techniker schieben einen Williams-Boliden in die Box.

Bildlegende: Anpassung In der neuen Saison dürfen die Techniker nur noch 4 statt 5 Motoren pro Fahrer einsetzen. IMAGO

Am Sonntag startet der Formel-1-Zirkus mit dem GP von Australien in die neue Saison. Hier die wichtigsten Regeländerungen im neuen Jahr:

  • Keine doppelten Punkte

In der kommenden Saison wird wieder in allen Rennen die gleiche Anzahl Punkte verteilt. Die Regelung, nach der beim Finale die doppelte Anzahl Punkte gutgeschrieben wird, wird nach nur einem Jahr wieder abgeschafft.

Aufgrund der doppelten Punktvergabe konnte sich Nico Rosberg im letzten Jahr noch bis zum Schluss Hoffnungen auf den WM-Titel machen.

  • Erhöhung des Mindestgewichtes

Auch bezüglich der Technik müssen sich die Rennställe auf einige Veränderungen einstellen. Das Mindestgewicht des Autos mitsamt Fahrer, Schmiermitteln und Wasser, aber ohne Benzin, wurde von 691 auf 702 Kilogramm angehoben. Die Techniker haben damit mehr Spielraum für den Einsatz von Zusatzgewichten im Sinne einer optimierten Reifennutzung.

  • 4 statt 5 Motoren

Pro Fahrer stehen in der neuen Saison nur noch 4 statt wie bisher 5 Motoren beziehungsweise 4 Antriebsstränge zur Verfügung. Diese Antriebe sind gemäss Reglement in 6 Einzelkomponenten eingeteilt. Der Gebrauch einer 5. Einzelkomponente wird mit der Rückversetzung um 10 Plätze in der Startaufstellung geahndet. Bei jedem weiteren Einsatz eines solchen «Einzelteils» folgt die Rückversetzung um 5 Startplätze.

  • 10-Sekunden-Strafen

Neben den im Vorjahr erstmals angewandten 5-Sekunden-Strafen können die Stewards die Fahrer nun auch mit Strafen von 10 Sekunden sanktionieren. Ausgesprochen werden sie vorab für den so genannten «Unsafe Release». Das heisst für eine Wegfahrt nach einem Boxenstopp, mit der andere Fahrer in Gefahr gebracht werden. Die Zeitstrafen können im Zuge eines Boxenstopps abgesessen werden oder werden nachträglich auf die effektive Fahrzeit aufgerechnet.

  • Virtueller Safety Car

Als Reaktion auf Jules Bianchis Unfall in Japan können neu Safety-Car-Phasen ausgerufen werden, ohne dass sich ein Safety Car tatsächlich auf der Strecke befindet. Bei einem Unfall wird die gelbe Flagge doppelt geschwenkt und die Fahrer müssen darauf ihr Tempo reduzieren.

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin 11.03.2015, 08:30 Uhr.