Kleiner Hoffnungschimmer für Bianchi

Der Zustand des französischen Formel-1-Piloten Jules Bianchi hat sich nach seinem schweren Unfall beim GP Japan offenbar stabilisiert. Die französische Sport-Tageszeitung «L'Equipe» berichtete, der 25-Jährige sei am Kopf operiert worden und könne selbständig atmen.

Eine Ambulanz holt Jules Bianchi ab.

Bildlegende: Bangen in der Formel 1 Der schwer verunfallte Jules Bianchi wird mit einer Ambulanz ins Spital gebracht. Reuters

Sollte der Bericht zutreffen, stellte dies nach Stunden des Bangens einen kleinen Hoffnungsschimmer dar. Eine offizielle Stellungnahme gab es dafür aber weder vom Spital noch von Bianchis Marussia-Team oder vom Automobil-Weltverband (FIA).

Bianchi war in der Schlussphase des Rennens in Suzuka unter einen Bergungskran gekracht, der gerade dabei war, den Sauber-Boliden des kurz zuvor von der Strecke abgekommenen Adrian Sutil zu bergen. Nach dem Crash, der im TV nicht zu sehen war, brach die Rennleitung den GP nach 44 Runden vorzeitig ab.

Schwere Kopfverletzung

Bianchi wurde per Ambulanz ins nahe gelegene Mie-General-Spital gebracht und wegen eines Hämatoms im Kopf notoperiert. Die FIA teilte später mit, die Computer-Tomographie habe gezeigt, dass der 25-Jährige schwere Kopfverletzungen erlitten habe. Bianchis Vater Philippe nannte den Zustand seines Sohnes «kritisch».

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Jules Bianchi schwer verletzt

3:05 min, aus sportpanorama vom 5.10.2014

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Die bange Schlussphase des GP Japan

3:03 min, vom 5.10.2014