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Formel 1 Man of the Race: Lewis Hamilton

Aus der Boxengasse gestartet, das Rennen für kurze Zeit gar angeführt und schliesslich als Dritter auf das Podest gefahren: Lewis Hamilton zeigte beim GP Ungarn eine grosse Aufholjagd und ist für SRF-Kommentator Michael Stäuble «Man of the Race».

Legende: Video Highlights GP Ungarn abspielen. Laufzeit 4:34 Minuten.
Aus sportlive vom 27.07.2014.

Alle drei auf dem Podest sind hervorragend gefahren. Alonso mit dem Handicap (wie Rosberg, Vettel und Bottas), dass die erste Safety-Car-Phase just dann angezeigt wurde, als er schon am Boxeneingang vorbeigefahren war. Dies war der entscheidende Vorteil von Ricciardo, so kam er an die Spitze. Dennoch: Er musste sich den Sieg zum Schluss hart und spektakulär erkämpfen, wenn auch mit einem grossen Reifen-Vorteil.

Hamilton profitierte nicht vom Safety-Car. Oder kaum. Nach dem Re-Start vernaschte er in einer Runde Gutierrez, Bottas, Hülkenberg und Pérez und hielt seine weichen Reifen 31 Runden lang am Leben. Highlight war der Kampf gegen Vergne, aussen rum durch die 200er-Kurve 4, anfangs mit zwei Rädern auf der Wiese.

Hamiltons Replik

Überrascht hat mich die Anweisung, Rosberg in der Schlussphase vorbeizulassen. Viel verlangt bei einem Kampf um den Titel. WM-Leader Rosberg war nie auf Schlagdistanz. Hamiltons Replik «Ich lasse ihn erst vorbei, wenn er näher kommt», war die einzig richtige.

Die Wahl, den letzten Stint auf dem härteren Gummi zu fahren, halte ich für falsch. Die weichen Reifen wären schneller gewesen und hätten sicher auch für die restlichen 31 Runden gehalten. Das war wohl der entscheidende Vorteil für Alonso, der den letzten Stint auf weich fuhr, obwohl er gar eine Runde vor Hamilton gewechselt hatte.

Auf weich hätte Hamilton bessere Chancen gehabt, Alonso zu überholen und vielleicht sogar zu gewinnen. Geschichte zu schreiben. Als erster Fahrer, der ein Rennen aus der Boxengasse gewinnt. «Man of the Race» ist er allemal.

Sauber – ein Nuller, der Hoffnung macht

So stark waren die Hinwiler in diesem Jahr noch nie. Gutierrez verteidigte sich 15 Runden lang problemlos gegen Räikkönen. Er war Achter, als die Turboenergie-Rückgewinnung den Geist aufgab. Räikkönen beendete das Rennen auf Platz 6. Es ist zu einfach, deshalb anzunehmen, dass Gutierrez Sechster geworden wäre. Dennoch: Punkte hätte er wohl geholt.

Sutil verpasste Platz 10 um 9 Zehntelssekunden. Trotz Handicap: Bei der ersten Safety-Car-Phase musste er gleichzeitig mit Gutierrez die Box ansteuern (es gab keine andere Wahl!). Das kostete 8 Sekunden und 3 Ränge.

Der Deutsche konnte danach Räikkönen folgen, doch in Runde 30 wurde er von Button überholt. Da ging der Punkt verloren. Nach den letzten Stopps wendete sich zwar das Blatt. Sutil war schneller als Button. Er hatte aber auf der Geraden nie die Chance, zu überholen.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Charly Guentert, Wildhaus
    ich verstehe nicht warum die UBS an allen Rennstrecken Reklame macht. Oder auch die Chemiegiganten, Uhren oder andere Großunternehmen nicht ein paar Franken mit ein paar Nullen locker machen können. Um Sauber wieder etwas auf die Beine zu helfen ! Die Formel 1 wäre für uns Schweizer wieder etwas interessanter.
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  • Kommentar von Ramun G. Saluz, Rabius
    Kommentator Stähle ist kein Freund der Deutschen. Zugegeben, Hamilton ist ein super Rennfahrer und hat das beste Material zur Verfügung, dennoch hat er gestern gewaltig von der Safety-Car-Phasen. Bei der ersten Safety-Car-Phase war Rossberg weit voraus und gerade bei der Boxeneinfahrt durch, als das Safety-Car auf die Strecke kam. (eigentlich wäre es nur sportlich, wenn die Positionen sich während der Safety-Car-Phase nicht verschieben würden, das heisst, dass Rossber
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  • Kommentar von Christian Schnyder, Kries
    Kommentar Michael Stäuble zum erneuten Sauber Debakel: "Das erste Mal in der selben Runde wie der Sieger". Super!!! Ohne Safety Car Phasen wären sie locker wieder überrundet worden. Sauber weiss nun aber wenigstens, dass ihr Auto schneller ist als der Safety Car. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
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